Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt, 10 Gebote-Gesetz

Bergpredigt Nr. 13: Der Geist des Gesetzes III

Die Verantwortlichkeit und Lauterkeit der Rede

Merkvers: “Wer aber in keinem Worte fehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten.” (Jakobus 3, 2)

    1. Wie war es unter den Pharisäern und Schriftgelehrten mit der Wahrhaftigkeit der Rede bestellt? Johannes 8,44; Matthäus 26,59

“Die Juden verstanden das dritte Gebot dahingehend, dass es ihnen den Missbrauch des Namens Gottes untersagte. Dagegen hatten sie keine Bedenken, andere Eide anzuwenden. Der Schwur war ihnen etwas Alltägliches. Mose hatte ihnen den Falscheid verboten; aber sie hatten viele Hintertüren, durch die sie sich ihren eidlichen Verpflichtungen entzogen. Sie scheuten den ärgsten Missbrauch nicht, schreckten selbst vor dem Meineid nicht zurück, wenn er sich durch schlaue Umgehung des Gesetzes ummanteln ließ.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 196)

    2. Was lehrt der HERR in der Bergpredigt bezüglich dieser feinen Künste der betrüglichen Rede und des Schwures im allgemeinen? Matthäus 5, 33-35

Warum ist es uns unmöglich, unsere Worte durch einen Schwur mit einem Schöpfungsgegenstand zu verbürgen? Matthäus 5,36

“Alles kommt von Gott. Wir besitzen nichts, was wir nicht von IHM empfangen hätten, ja, alles, was wir haben ist uns durch das Blut Christi erworben worden. All unser Besitz trägt gewissermaßen den Stempel des Kreuzes, ist er uns doch mit dem überaus kostbaren Blut erkauft worden., das als Leben Gottes von uns nie genug gewürdigt werden kann. Deshalb können wir auch zur Bestätigung unseres Wortes nichts verpfänden, weil es ja nicht unser wirkliches Eigentum ist”. (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen S. 195)

    3. Ist mit diesen Worten des HERRN auch der Wahrheitsschwur vor Gericht verboten? Matthäus 26, 63.64

“Damit untersagte unser Heiland jedoch nicht die Anwendung des Eides vor Gericht, wobei Gott feierlich als Zeuge dafür angerufen wird, dass die gemachte Aussage lautere Wahrheit sei. Hat Jesu selbst doch bei seinem Verhör vor dem Hohen Rat die eidliche Aussage nicht verweigert…. Wenn irgendjemand einen Eid leisten kann, dann ist es ganz gewiss der Christ.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 196, 197)

    4. Wie soll die Rede seiner Nachfolger sein? Matthäus 5, 37

“Im folgenden stellte Jesus einen Grundsatz auf, durch den sich der Schwur erübrigen sollte… Damit ist ein Werturteil über alle bedeutungslosen Redensarten und Ausdrücke abgegeben, die sich an der Grenze des Missbrauchs bewegen. Dahin gehören alle unaufrichtigen Höflichkeitsformeln, alle Abweichungen vom wahren Sachverhalt, alle schmeichlerischen und übertriebenen Ausdrücke, die lügnerischen Warenanpreisungen, wie sie im gesellschaftlichen und geschäftlichen Leben üblich sind”.

      a) Wie ernstlich müssen wir unsere Worte bedenken und erwägen? Matthäus 12, 36.37

      b) Welche ernste Ermahnung ist uns gegeben durch den Apostel Petrus? 1.Petrus 3, 9.10

      c) Wo geht es ohne Sünde nicht ab? Sprüche 10,19

    “Wenn man diesem Wort Christi Beachtung schenkte, würde manche schlechte Meinung und unfreundliche Herabsetzung unausgesprochen bleiben. Wer könnte wohl, wenn er Handlungen und Beweggründe eines anderen beurteilt, behaupten, dass seine Darstellung der Wahrheit gerecht wird? Wie oft ist das Urteil durch Leidenschaft, Stolz und persönliche Empfindsamkeit getrübt! Ein Blick, ein Wort, selbst der Klang der Stimme können mit Falschheit geladen sein. Ja selbst Tatsachen können so geschildert werden, dass ein falscher Eindruck entsteht. Gedenke: “Was darüber ist” -nämlich über die Wahrheit -, “das ist vom Übel”… Es ist aber auch wirklich nicht so leicht, immer die unverfälschte Wahrheit zu reden. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn wir sie nicht kennen. Wie oft hindern uns vorgefasste Meinungen, einseitiger Standpunkt, mangelhafte Kenntnis und irriges Urteil am richtigen Verstehen der Angelegenheiten, mit denen wir zu tun haben. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn unser Geist nicht dauernd unter der Führung dessen steht, der die Wahrheit ist.” ( Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, 197, 198)

      5. Womit muss die Wahrhaftigkeit unserer Rede noch gepaart sein? Kolosser 4,6; Epheser 4, 29

    “Im Lichte dieser Bibelstellen betrachtet, enthält das Wort Jesu in der Bergpredigt eine Ablehnung von Witzen, Albernheiten und unsauberem Geschwätz. Es fordert von unserer Rede nicht nur Wahrheit, sondern auch Reinheit. Wer von Christus gelernt hat, wird nicht Gemeinschaft mit den unaufrichtigen Werken der Finsternis (Epheser 5,1) haben. Seine Worte und sein Leben werden einfach, offen und wahr sein, bereitet er sich doch auf die Gemeinschaft der Heiligen vor, in deren “Munde kein Falsch gefunden ist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 198)

    Der Liebe Kampf und Sieg

      6. Wie musste im alten Testament im Volke Israel vor Gericht verfahren werden? Matthäus 5, 38

    Die Ausführung dieser Regel hatte Mose der Obrigkeit übertragen. “Sonst war niemand berechtigt, die Rache selbst in die Hand zu nehmen, denn der HERR hatte geboten: ‘Sprich nicht: Ich will Böses vergelten!’ Sprich nicht: Wie man mir tut, so will ich auch tun. Freue dich des Falles deines Feindes nicht.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 200)

      7. Wonach dürstet der Mensch von Natur aus, wenn ihm Unrecht zugefügt wird? Richter 15,7

    Was aber lehrt uns Gottes Lamm gegenüber zugefügtem Unrecht und Leid? Jesaja 53,7 ; 1.Petrus 2, 19. 21-23; Hebräer 12,3

      8. Wie sollen die Nachfolger des Lammes dem Übel und Unrecht entgegentreten? Matthäus 5, 39-42

    Jesus schaute mit Betrübnis in all zu IHM aufblickenden Angesichter. ER erkannte, dass der Geist der Rache ihnen seinen Stempel aufgedrückt hatte und wusste, wie heiß das Volk sich nach der Macht sehnte, seine Unterdrücker zu vernichten. Traurig bittet ER sie: Widerstrebt nicht dem Übel, sondern so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den anderen auch dar. … Vom Kreuz auf Golgatha her klingt durch die Zeiten das Gebet für einen Mörder und das Hoffnungswort an den sterbenden Übeltäter. Christus lebte in der Gegenwart Gottes, daher war IHM alles, was IHM begegnete, von der ewigen Liebe zum Segen der Welt bestimmt. Das diente IHM zum Trost und soll auch unsere Trostquelle sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 199, 200, 201)

    “Hat sich der Richter der Welt die Rache vorbehalten (5.Mose 32, 35), so binden sich die, welche Christi sanftes Joch aufnehmen, dessen Liebesgebot an die Finger und lassen ihren Wahlspruch sein: Wir vergessen keines Dinges eher als des angetanen Unrechts.” (Büchner, Realkonkordanz: “Rache”)

      9. Wer soll sogar durch die Macht der Liebe bedrängt und besiegt werden? Matthäus 5, 43-47

    Welchen Zusatz haben die Pharisäer gemacht um ihrem Feindeshass Raum und Rechtfertigung geben zu können? 3. Mose 19,18; Matthäus 5,43

    “Das war der Geist des Gesetzes, das die Schriftgelehrten zu einem kalten und strengen Regelbuch herabgewürdigt hatten. Sie hielten sich für besser als andere Menschen und glaubten durch ihre Geburt als Israeliten bei Gott besondere Vorzüge genießen zu können. Jesus dagegen machte die Gesinnung versöhnlicher Liebe zum Beweisstück dafür, on jemand sittlich wertvoller sei als die verachteten Zöllner und Sünder.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 203)

      10. Ist nach diesen Worten der Bergpredigt die Teilnahme des Christen am Krieg, in dem der Feind zerschmettert werden soll, noch irgend vertretbar? Matthäus 26,52; Offenbarung 13,10 (Mittelsatz)

    “Wir Christen führen nicht mehr das Schwert gegen ein Volk und wir lernen nicht mehr die Kriegskunst, da wir durch Jesus der unser Führer ist, Söhne des Friedens geworden sind.” (Origenes 3.Jahrh. nach Christus) “Jede Uniform, die das Wahrzeichen eines unerlaubten Berufes ist, ist bei uns verboten.” (Tertullian, 200 nach Christus)

      11. Nur in welcher Gesinnung können wir als Kinder unseres Vaters im Himmel wirken und bestätigt werden? 1.Johannes 3, 11-16; 4,17.18 ; 2.Petrus 1, 7-9

      12. Zu welch hohem Heiligungsziel sollen wir durch das Vorbild und die Lehre Christi und durch den wahren Geist des Gesetzes emporwachsen? Matthäus 5, 48

    “So wird seine Liebe, wenn wir sie in uns aufnehmen auch uns freundlich und gütig machen….. gegen die Irrenden, ja selbst gegen die Schuldigsten und Sündhaftesten. Durch Liebe wird die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt. ..die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen Seite 204, 207 )



Gott sieht auf den Charakter

Wir sollten wissen, was wir tun müssen, um gerettet zu werden. Liebe Geschwister, wir sollten nicht mit der allgemeinen Strömung dahintreiben. Unsere gegenwärtige Aufgabe ist es, von der Welt auszugehen und uns von ihr zu lösen. Nur so können wir mit Gott wandeln, wie Henoch es tat. Göttlicher Einfluss verband sich unaufhörlich mit seinem menschlichen Bemühen. Wie er werden auch wir zu einem starken, lebendigen und tätigen Glauben aufgerufen; das ist die einzige Möglichkeit, um mit Gott zusammenzuwirken. Wir müssen den, im Worte Gottes ausgesprochenen Forderungen nachkommen, oder wir müssen in unseren Sünden sterben. Wir müssen wissen. Wo unser Wesen durch die Gnade Christi einer sittlichen Änderung bedarf, um für die Wohnungen “droben” geschickt zu werden. In der Furcht Gottes sage ich euch: Wir stehen in gleicher Gefahr wie die Juden - während um uns her das strahlende Licht der Wahrheit leuchtet, wissen wir nichts von der Liebe und von der Kraft Gottes .


Wir sollten unseren Glauben durch unser handeln bezeugen

Ein herzliches Verlangen sollte sich bekunden, mehr von dem Geist Christi erfüllt zu sein; denn hierin liegt die Stärke der Gemeinde. Satan ist bemüht, Gottes Kinder vom rechten Wege fortzulocken. Ach wie wenig Liebe besitzen wir zu Gott und zueinander! Wohnen das Wort und der Geist der Wahrheit in unseren Herzen, so lösen sie uns von der Welt. Die unveränderlichen Grundsätze der Wahrheit und Liebe binden die Herzen aneinander und die Kraft dieser Gemeinschaft entspricht dem Maß der Gnade und Wahrheit, dessen wir uns erfreuen. Es wäre gut, dass wir alle den göttlichen Spiegel zur Hand nähmen und in ihm unser Wesen betrachteten. Wir sollten uns davor hüten, die Warnungen vor Gefahren und die Ermahnungen des Wortes Gottes unbeachtet zu lassen. Werden sie nicht beachtet und werden die Charakterfehler nicht überwunden, dann überwältigen diese Fehler eines Tages den, der sie hat, und er gerät in Irrtum, Abfall und offene Sünden. Wer den höchsten sittlichen Stand nicht erreicht, verliert mit der Zeit die Kraft, den gegenwärtigen Stand zu bewahren. Darum, wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle. (1.Korinther 10, 12 ).” Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, dass ihr nicht durch den Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verführt werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes JESU CHRISTI “ (2.Petrus 3, 17. 18)

E.G. White in Test. V Seite 532 ff (1889)

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Bergpredigt Nr. 12: Der Geist des Gesetzes II

Merkvers: “… und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott.” ( Röm. 2, 29 )

    1. Mit welchen Worten zeigte der Herr Jesus in seiner gewaltigen Predigt, dass die Buchstabengerechtigkeit der Pharisäer zur Erlangung des ewigen Lebens nicht reicht? Matth. 5, 20

“Die Jünger waren oft durch Tadel und Vorwürfe derer, die sie als Glaubenslehrer zu verehren gewohnt waren, vor den Kopf gestoßen und in Gewissensnot gebracht worden. Jesus entschleierte ihren Betrug. Er erklärte einfach, dass die Gerechtigkeit, auf die die Pharisäer so großen Nachdruck legten, ohne Wert sei. Die Juden hatten den Anspruch erhoben, vor Gott als ein Volk von Gerechten zu gelten und bei ihm in besonderem Ansehen zu stehen; Christus indessen wies nach, dass ihrer Religion das Salz des Glaubens fehlte. All ihr frommes Gebaren, ihre menschlichen Klügeleien und Bräuche, selbst ihre prahlerische Erfüllung der äußerlich aufgefassten Gebote konnte ihnen nicht zur Heiligkeit verhelfen. Sie hatten keine reinen Herzen und kein edles, Christusgemäßes Wesen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 182)

    Was fehlte ihnen trotz ihres gestrengen Gesetzeseifers? 1. Kor. 13, 1-3

    2. Nur welcher Glaube und welche Religion ist ein Wohlgeruch für den Herrn und hat die Verheißung des zukünftigen Lebens? Gal. 5, 6; Röm. 13, 8-10

“Gesetzesreligion reicht nicht aus, den Menschen in Einklang mit Gott zu bringen. Die harte, starre Strenggläubigkeit der Pharisäer, der es an Demut, Mitgefühl und Liebe fehlte, konnte Sündern nur ein Stein des Anstoßes sein. Jene Leute glichen dem Salz, das seine Würzkraft verloren hat. War ihr Wirken doch nicht von der Kraft begleitet, die Welt vor dem Verderben zu bewahren. Der einzig wahre Glaube ist der, ‘der durch die Liebe tätig ist’. Nur er vermag auch die Seele zu läutern. Dem Sauerteig gleich durchdringt und wandelt er das ganze Wesen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 182)

    Wie trefflich hat der Geist der Weissagung die Entwicklung einer pharisäischen Geistesrichtung unter dem Adventvolk vorausgesehen und uns davor gewarnt?

“Geistliche Dinge sind nicht erkannt worden. Schein und mechanische Betriebsamkeit sind erhöht worden, als wären sie eine Machtd, während die Tugenden der wahren Vortrefflichkeit, edle Frömmigkeit und Heiligkeit des Herzens erst in zweiter Linie Beachtung fanden. Das, was das erste hätte sein sollen, wurde zum Letzten gemacht.” (E.G. White in Review and Herald, 27.2.1894)

“Die fünf törichten Jungfrauen hatten Lampen (dies bedeutet eine Kenntnis der Schrift-Wahrheiten), aber sie hatten die Gnade Christi nicht. Tag für Tag machten sie eine Runde von Zeremonien und äußerlichen Pflichten mit, aber ihr Dienst war ohne Leben, ohne die Gerechtigkeit Christi. Die Sonne der Gerechtigkeit schien nicht in ihre Herzen und Sinne. Auch hatten sie nicht die Liebe zur Wahrheit, welche Leben und Charakter dem Bild und der Überschrift Christi anpasst. Ihre Religion war eine dürre Schale, ohne einen wahren Kern. Sie hielten fest an den Formen der Lehre, aber sie waren betrogen in ihrem christlichen Leben voller Selbstgerechtigkeit und verfehlten, die Lektionen in der Schule Christi zu lernen, welche, wenn befolgt, sie weise zur Erlösung gemacht hätte.” (E.G. White in Review and Herald, 27.3.1894)

    3. Was fand der HERR hinter der Buchstabenfrömmigkeit der äußerlich strengen Gesetzeseiferer? Matth. 23, 27.28

“Menschenwesen atmet Pharisäergeist. Wenn der Heiland den Gegensatz zwischen seinem Geist und der Denkweise der Schriftgelehrten hervorhebt, ist seine Lehre daher zu allen Zeiten anwendbar.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 208)

    a) Was haben sie sogar in ihrem blinden Eifer umgestoßen? Mark. 7, 9-12

    4. Welche wahre gläubige Herzenseinstellung kann uns vor dem Pharisäismus und seinen verderblichen Folgen bewahren? Luk. 18, 13; 17, 10; Phil. 3, 9

“Nicht nur am Anfang des Christenlebens ist diese Selbstübergabe nötig; bei jedem Schritt himmelwärts muss sie erneut vollzogen werden. Gute Werke, die wir tun, entspringen sämtlich einer Kraft, die außerhalb unserer selbst liegt. Deshalb ist es so wichtig, dass das Herz sich immer wieder Gott zuwendet, dass wir immer wieder aufrichtig und reuevoll unsere Sünden bekennen und unsere Seele vor ihm demütigen. Nur bei ständiger Selbstverleugnung und in Verbindung mit Christus können wir sicher wandeln … Mit jedem Schritt, der uns in unserer christlichen Erfahrung voranbringt, vertieft sich unsere Reue.” (Christi Gleichnisse, S. 120.121)

    5. An welchem Beispiel zeigt Jesus, dass schon durch unedle Beweggründe des Herzens und durch Worte das himmlische Gesetz übertreten wird? Matth. 5, 21-22

“Gott hat uns durch die Hingabe seines Sohnes zu unserer Erlösung bewiesen, welch hohen Wert er auf jeden einzelnen Menschen legt, und gestattet es deshalb keinem Menschen, verächtlich von dem andern zu reden … Selbst die verkommensten Menschen müssen mit Achtung und Nachsicht behandelt werden. Gott wird uns für jedes verächtliche Wort, mit dem wir Menschen verletzt haben, für die Christus sein Leben dahingab, zur Verantwortung ziehen … ‘Wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.’ Im alten Testament wurde das Wort Narr gebraucht, um einen Abtrünnigen oder einen ganz und gar dem Bösen ergebenen Menschen zu bezeichnen. Jesus sagt, wer seinen Bruder als Abtrünnigen oder Gottesverächter verdammt, der bewies damit, dass er selbst dies Urteil verdient hat.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 185.186)

    6. In welcher Erfahrung mit Satan ist uns Christus im Gebrauch der Worte ein Vorbild? Judas 9

    7. Wie ernst lehrt der HERR in der geistlichen Bedeutung des Gesetzes die Versöhnungs- und Vergebebereitschaft? Mark. 11, 25.26
    a) Was muss sogar sofort unterbrochen werden, wenn der Bruder etwas hat wider uns? Matth. 5, 23.24
    b) An was sollen wir gedenken, wenn der Geist der Unversöhnlichkeit uns betören will? Eph. 4, 32; Kol. 3, 13; Matth. 6, 12

“Unser Bruder mag uns ein größeres Unrecht zugefügt haben als wir ihm; das ändert jedoch nichts an unserer Verantwortlichkeit. Treten wir vor Gott, und es kommt uns in den Sinn, dass ein anderer etwas gegen uns hat, dann schieben wir besser unsere Gabe des Gebetes der Danksagung oder unsere Spende auf, begeben uns zu unserem Bruder, mit dem wir in Zwietracht geraten sind, bekennen ihm in Demut unsere Sünde und bitten ihn um Verzeihung. Haben wir irgendwie unseren Bruder benachteiligt oder geschädigt, dann machen wir den Schaden wieder gut. Haben wir unabsichtlich falsches Zeugnis abgelegt, seine Aussagen unrichtig wiedergegeben, seinen guten Ruf auf irgendeine Weise beeinträchtigt, dann gehen wir hin zu denen, die unsere Auslassungen vernommen haben, und nehmen all unsere schädlichen Entstellungen zurück … Es wäre ein elendes Possenspiel, wollte jemand äußerlich bekunden, dass er an den Gott der Vatermilde glaubt, während er in seinem Geiste von Lieblosigkeit belastet ist.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 188.187)

    8. Welch schwere Folgen zieht die Unversöhnlichkeit nach sich? Matth. 18, 21-35

“Vielleicht hat er bereits einmal Vergebung empfangen; doch durch seine Unversöhnlichkeit zeigt er, dass er Gottes verzeihende Liebe jetzt zurückweist und sich von ihm getrennt hat. Darum ist seine gegenwärtige Lage dieselbe wie damals, als er Vergebung empfing. Weil er seine Buße widerrief, liegt die Last der Sünden auf ihm, als hätte er nie bereut. … Nicht weil wir vergeben, sondern wie wir vergeben, wird uns vergeben.” (Christi Gleichnisse, S. 189)

    9. Mit welchen kleinsten Regungen in der Tiefe der menschlichen Seele beginnt schon die Übertretung des Gesetzes? Matth. 5, 27.28

“In Kapernaum führten die römischen Beamten offen ihre aufgeputzten Geliebten aus. Das feierliche Schweigen des Sees wurde oft durch ausgelassenes Rufen unterbrochen, das von den Lustbooten herkam, die das Wasser durchfuhren. Die Zuhörerschar Jesu erwartete von IHM eine scharfe Verurteilung dieser Art von Menschen. Stattdessen mussten sie zu ihrer Verwunderung wahrnehmen, dass er die Schlechtigkeit ihrer eigenen Herzen bloßlegte. Wenn jemand böse Gedanken hegt und pflegt, selbst in der geheimsten Kammer seines Herzens, ist das nach Jesu Wort ein Zeichen, dass die Sünde im Herzen regiert. Die Seele ist noch voller Bitterkeit des Bösen, liebt noch in Banden der Sünde.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 189)

“… die bösen Gedanken werden entweder von Satan unmittelbar eingegeben (1. Mose 3, 5; 1. Chron. 22, 1; Joh. 13, 2) oder sie werden von Menschen selbst hervorgebracht und sind die verfluchten Stammeltern, von denen alle Sünden geboren werden; sie kuppeln die bösen Lüste zusammen, und machen Anschläge, dieselben zu erfüllen.” (Büchner, Realkonkordanz: Gedanken)

    Wie können böse Gedanken niedergezwungen werden? Sprüche 4, 23; 2. Kor. 10, 4.5

Böse Gedanken können besiegt werden:

  • a) durch eine gründliche Bekehrung
  • b) durch einen anhaltenden Kampf wider dieselben
  • c) durch gute Gedanken
  • d) durch andächtiges Gebet
  • e) durch Wachsamkeit
  • f) durch mäßiges Leben
  • g) durch gehörige Arbeit
  • h) durch Vermeidung aller sündlichen Gelegenheiten

Überhaupt, wer sein Herz eine Werkstatt des Heiligen Geistes sein läßt, der wird diese Rebellen durch Gottes Beistand zu Paaren treiben.” (Büchner: Realkonkordanz: Gedanken)

    10. Welche tiefsinnige Lehre gibt uns der HERR bezüglich des Auges, dem größten Einfallstor für sündliche Anregung? Matth. 5, 29
    Was fordert der Herr bezüglich der Hand, als dem Ausfallstor der bösen Tat? Matth. 5, 30

“Für die Übergabe des Willens an Gott wird das Bild vom Ausreißen des Auges oder Abhacken der Hand gebraucht. Oft meinen wir, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen bedeute, verstümmelt oder verkrüppelt durch das Leben zu gehen. Aber Jesus spricht, es sei besser, dass das Ich verstümmelt, verwundet und verkrüppelt werde, als dass das ewige Leben verloren gehe. Was dir als Mißgeschick erscheinen mag, ist Zugang zu höchster Glückseligkeit. (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 190.191)

    11. Wie hart muss die fleischliche Seite unseres Wesens angefasst und angeschlagen werden, damit wir als Gotteskämpfer und Überwinder ins Reich Gottes eingehen dürfen? 1. Mose 32, 26.32.33

“Jakob begriff den Sieg des überwindenden Glaubens erst, als er sich dem Engel des Bundes hilflos und lahm an die Brust geworfen hatte. Nun war er auch des göttlichen Fürstentums würdig.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 192)

    12. Mit welchen Worten bestätigt der HERR in der Bergpredigt die Unauflöslichkeit der Ehe? Matth. 5, 31.32

“Jesus sprach es in der Bergpredigt ganz klar aus, dass die Auflösung der ehelichen Verbindung unstatthaft sei, wenn es sich nicht gerade um Treubruch der einen Seite handelt … Doch genau wie in den Tagen Christi sind auch heute die gesellschaftlichen Verhältnisse so beschaffen, dass nur eine traurige Verunstaltung vom göttlichen Edelbild dieses heiligen Bundes übrigbleibt.
Bei alledem aber bietet die Heilsbotschaft Christi denen einen Trost, die der Enttäuschung Bitterkeit empfinden mussten, als sie Kameradschaft und Glück zu erjagen hofften.
Geduld und Edelmut, die Christi Geist mitteilt, werden ihr bitteres Los versüßen.
Ein Herz, worin Christus Wohnung genommen hat, wird seiner Liebe so voll und zufrieden, dass es sich nicht mehr in dem Wunsche verzehren kann, anderer Beachtung und Teilnahme auf sich gelenkt zu sehen.
Durch die Hingabe der Seele an Gott kann seine Weisheit an ihr vollbringen, was menschlicher Weisheit unmöglich ist.
Durch die Offenbarung seiner Gnade können Herzen, zwischen denen es fremd und kalt geworden war, durch festere und dauerhaftere als irdische Bande zusammengefügt werden, nämlich durch die goldenen Bande einer Liebe, die sich in der Versuchung bewährt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 192.194.195)

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Bergpredigt Nr. 11: Der Geist des Gesetzes I

Merkvers: “Darum feget den alten Sauerteig aus, auf dass ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid.” ( 1. Kor. 5, 7 )

    1. Wer war es, der aus der Herrlichkeitswolke auf dem Berg Sinai unter Blitz und Donner die Gebote verkündigte und sie mit feurigem Finger in die zwei Tafeln schrieb? 1. Kor. 10, 1-4; Neh. 9, 12-14

“Es war Christus, der auf dem Berg Sinai unter Donner und Blitz das Gesetz verkündet hatte. Die Herrlichkeit Gottes glühte als verzehrendes Feuer auf dem Gipfel, und der ganze Berg bebte angesichts des Ewigen. Die Scharen Israels hatten sich in den Staub gebeugt und lauschten ehrfurchtsvoll der Verkündigung der heiligen Satzungen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174)

    2. Aus welchem Beweggrund gab Gott dem Menschen das Gesetz und brachte es am Sinai wieder in Erinnerung? 5. Mose 3, 2.3

“Als das Gesetz gegeben wurde, brauchte Israel, das in langer Fron der √gypter niedergezwungene Volk, eine kraftvolle und großartige Gottesoffenbarung. Doch war der Offenbarungsgott trotzdem ein Gott der Liebe … Das sinaitische Gesetz ist aus dem göttlichen Grundzug der Liebe entsprossen; es ist eine Offenbarung himmlischer Ordnung von der ganzen Erde.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174.175)

    3. In welcher Hingabe und Weihe zu Gott war Jesus zum Opfer für die Menschheit bereit? Psalm 40, 8.9
    Welche unveränderlichen Grundsätze des Reiches Gottes hat Jesus in der Bergpredigt im wahren Sinn und Geist erhöht? Jes. 42, 1-4

“Sonnigen Himmel über sich, Stille ringsumher, nur dann und wann durch Vogelsang unterbrochen, legte Jesus die Grundzüge seines Reiches dar. Und doch war das, was er an jenem Tage vor dem Volk in Worte der Liebe kleidete, nichts anderes als was er vom Sinai in Gesetzesform verkündet hatte.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 174)

    4. Welches Reinigungsziel ist durch das Gesetz dem Volke Gottes gegeben? 2. Mose 19, 5.6; Hebr. 10, 14-16; Offb. 14, 12

“Den Zweck seines Gesetzes hat Gott mit seinen Worten an Israel erklärt: ‘Ihr sollt heilige Leute vor mir sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175)

    5. Was übersah das Bundesvolk des fleischlichen Israels im Hinblick auf die tiefe Bedeutung des Gesetzes? Röm. 7, 14; 8, 7

“Israel konnte indessen den geistlichen Gehalt des Gesetzes nicht erfassen. Nur zu oft war ihr angeblicher Gehorsam nichts als eine Erfüllung von Formen und Vorschriften, während er doch Hingabe des Herzens an die Herrschaft der Liebe sein sollte. Als Jesus in seinem Wesen und Wirken den Menschen die Heiligkeit, Barmherzigkeit und Vaterliebe Gottes vorlebte und den Unwert veräußerlichten Gehorsams an den Tag brachte, konnten ihn die jüdischen Führer nicht begreifen und zeigten sich daher auch nicht empfänglich. Nach ihrer Ansicht nahm ER es viel zu leicht mit dem Gesetzesgehorsam. Als ER ihnen daher den Gehalt ihrer göttlich verordneten Religionsübung offenbarte, beschuldigten sie IHN der Auflösung des Gesetzes, eben weil sie nur die Schale vor Augen hatten.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175)

    a) Welche geistliche Hilfe zur Erfüllung des Gesetzes wollte Israel nicht annehmen? Röm. 9, 31-33
    b) Was musste der HERR trotz des Buchstabeneifers Israels beklagen? Hes. 20, 10-13.21

    6. Welch ungeheurer Unterschied bestand zwischen dem Leben und der Predigt Christi zu der äußerlichen Scheinheiligkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten? Matth. 7, 29; 15, 3.7-9; Joh. 7, 19

“Wenn Christi Rede auch Ruhe atmete, war sie doch von so tiefem Ernst und solcher Kraft, dass sie die Herzen der Hörer erschütterte … Die Pharisäer merkten gar bald, welcher Abgrund sich zwischen ihrer Lehrweise und der des HERRN auftat. Sie beobachteten, dass die Größe, Reinheit und Schönheit der Wahrheit sich mit ihrer ganzen veredelten Macht in viele Herzen hineinsenkte. Die göttliche Liebe und das Mitgefühl des Heilandes gewannen IHM die Herzen der Menschen … Deshalb folgten sie IHM mit entschlossener Feindseligkeit in der Hoffnung, eines Tages könnte sich die Gelegenheit bieten, IHM die Gunst der Masse abwendig zu machen und dann beim Hohen Rat seine Verurteilung und seinen Tod durchzusetzen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 175.176)

    7. Wie ernst und mahnend ist auch uns als dem geistlichen Israel die Warnung vor einem nur äußerlichen Gesetzes- und Formendienst gegeben? 2. Kor. 3, 6; Joh. 6, 43

“Es gibt viele, welche zu denken scheinen, dass äußerliche Beobachtung genügend ist für die Erlösung. Aber Förmlichkeiten allein, strenge Befolgung religiöser Übungen, werden den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft, nicht bringen können. Jesus allein kann uns Frieden geben.” (Review and Herald, 1890)

“Sie mögen eine gesetzliche Religion haben, eine Form der Gottseligkeit, sie mögen als ein Licht in der Gemeinde erscheinen, die ganze mechanische Betriebsamkeit mag recht zu wirken scheinen; und doch mag die Gemeinde so hilflos und verlassen sein von der Gnade Gottes, wie die Hügel Gilboas von Tau und Regen.” (Review and Herald, 31.1.1893)

    8. Mit welchen Worten hat Jesus allen, die im Namen Christi das Gesetz aufheben wollen, die Waffen aus der Hand genommen? Matth. 5, 17

“Jesus war auf dem Berg von Spähern umgeben. Während er die Grundzüge der Gerechtigkeit entwickelte, setzten die Pharisäer das Geschwätz in Umlauf, dass seine Lehre in Widerspruch stehe zu den Geboten, die Gott vom Sinai gegeben habe. Der Heiland sagte jedoch nichts, was geeignet war, den Glauben an die Religion und die Bräuche zu erschüttern, die durch Mose gegeben waren. Hatte doch der große Führer Israels alles Licht, mit dem er den Pfad Israels erleuchtete, von Christus empfangen. Während viele in ihren Herzen sprechen, dass Christus gekommen sei, das Gesetz auszulöschen, hat dieser ganz unmißverständlich seine Stellung zu den göttlichen Geboten kundgetan.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 176)

    9. Wie unerschütterlich hat Jesus, der Gottessohn, durch welchen der Vater alles schuf, die Unantastbarkeit und ewige Verbindlichkeit der heiligen 10 Gebote verbürgt? Matth. 5, 18; 5. Mose 4, 2; Spr. 30, 6
    Wird der heilige Gott je die Sittenschranken seines Gesetzes ändern? Psalm 89, 35; Mal. 3, 6 (erster Satz); Jak. 1, 17

“Den Versuch, Gottes Gesetz zu beseitigen, unternahm Satan bei den sündlosen Bewohnern des Himmels. Damit schien er eine Zeit lang Erfolg zu haben … Als angekündigt wurde, dass er mit allen seinen Anhängern aus den Stätten der Wonne ausgestoßen werden müsse, erklärte der Rädelsführer kühn, er verachte des Schöpfers Gesetz … Er schmähte die göttlichen Satzungen als eine Beschränkung ihrer Freiheit und erklärte, dass es seine Absicht sei, das Gesetz abzuschaffen, damit die Heerscharen des Himmels, von diesem Zwang befreit, zu einem erhabeneren, herrlichen Dasein gelangen könnten.” (Patriarchen und Propheten, S. 305; Der große Kampf, S. 502

    10. Wie hat Jesus in seinem Erdenleben das Gesetz erhoben? Jes. 42, 21

“Seine Sendung bestand darin, ‘dass er das Gesetz herrlich und groß mache’. Er sollte die geistliche Beschaffenheit des Gesetzes offenbaren, seine allumfassenden Grundlagen aufdecken und seine ewige Gültigkeit darlegen. O Jesus in Deiner Schöne, was sind die ehrenhaftesten und edelsten Menschen gegen Dich! … Du, Dich opfernder Erlöser, warst auf Deinem Liebesgang über die Erde ein lebendiges Gesetz Gottes! Durch Dein Leben ist es offenbar geworden, dass die Liebe von oben, dass christliche Lebensführung auf den Gesetzen der ewigen Gerechtigkeit beruht … Durch seinen eigenen Gehorsam gegen das Gesetz hat Christus dessen Unwandelbarkeit bezeugt und den Beweis erbracht, dass alle Söhne und Töchter auch diesen vollkommenen Gehorsam aufbringen können.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 178

    11. Wo soll im neuen Bund das Gesetz Gottes eingeschrieben werden? Hebr. 8, 10
    Welche Strafe erwartet diejenigen, die sich vermessen eines der kleinsten Gebote aufzulösen? Matth. 5, 19; Jes. 51, 7-8

“‘Er wird der Kleinste heißen’ bedeutet, dass er dort keine Stätte finden wird. Denn wer mutwillig ein Gebot übertritt, bricht sie dem Geiste und der Wahrheit nach allesamt … Und das ist tatsächlich eine Verleugnung Gottes, Auflehnung gegen die Gesetze seiner Herrschaft.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 180)

    12. In welcher Einstellung werden die “Übrigen von des Weibes Samen” im Schlußkampf gegen die Macht der Gesetzlosigkeit und Gottesfeindschaft den Sieg erlangen? Offb. 12, 17; 14, 12

    a) Wie listig wird Satan arbeiten, um, wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen? Matth. 24, 24.12

“Der Antichrist wird seine erstaunlichen Werke vor unseren Augen ausführen. Das Nachgebildete wird dem Echten so genau gleichen, dass es unmöglich sein wird, beide zu unterscheiden, außer durch die Heilige Schrift. Mit ihrem Zeugnis muss jede Behauptung und jedes Wunder geprüft werden. Jene, die versuchen, allen Geboten Gottes zu gehorchen, werden angefeindet und verlacht werden … Nur wer seine Seele mit der Wahrheit der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen.” (Der große Kampf, S. 594)

    b) Mit welchem Sieges- und Jubellied werden die wahren Gotteskinder, die treu bewahrt haben die Gebote Gottes und den Jesusglauben, ihren Sieg am gläsernen Meer feiern? Offb. 15, 2.3

“Wir alle wurden von der Wolke umhüllt und wurden sieben Tage aufwärts getragen zu dem gläsernen Meer, wo Jesus mit eigener Hand die Kronen auf unsere Häupter setzte.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 14)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 10: Ihr seid das Licht der Welt

Merkvers: “Denn ihr wart weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem HERRN.” ( Eph. 5, 8 )

    1. Wer ist der Ursprung und der Urquell alles Lichtes? 1. Mose 1, 3
    a) Welche Licht- und Herrlichkeitsfülle strahlt das heilige Wesen des großen Gottes aus? Hes. 1, 26-28; Ps. 104, 2; 1. Tim. 6, 16
    b) Wie Ehrfurcht gebietend zeigte sich die Gegenwart des großen Gottes? …
    … bei der Gesetzgebung am Sinai? 5. Mose 5, 4.5.20-23
    … bei der Berufung von Mose? 2. Mose 3, 2-5
    … bei der Aufrichtung des Heiligtums? 4. Mose 9, 15.16

    2. Wie musste Mose die Herrlichkeit Gottes auf seinem Angesichte abschirmen, damit sich das Volk zu ihm nahen konnte? 2. Mose 34, 29.30.33
    In welcher Gestalt musste der Sohn Gottes seine himmlische Herrlichkeit verhüllen, um unter uns Menschen wandeln und wirken zu können? Röm. 8, 3; Joh. 1, 14

“Mose war ein Vorbild auf Christus. Als Israels Fürsprecher verhüllte er das Gesicht, weil das Volk seinen Glanz nicht ertragen konnte. So verhüllte Christus seine Gottheit in der menschlichen Natur, als er auf diese Erde kam. Wäre er dabei mir der Klarheit des Himmels umgeben gewesen, hätte er bei den sündhaften Menschen keinen Eingang gefunden. Sie hätten die Herrlichkeit seiner Gegenwart nicht ertragen können. Darum erniedrigte er sich und kam ‘in der Gestalt des sündlichen Fleisches’ (Röm. 8, 3), damit er das gefallene Geschlecht gewinnen und zu sich empor heben könne.” (Patriarchen und Propheten, S. 304)

    3. Welchen himmlischen Sendungsauftrag sollte Jesus auf Erden erfüllen? Jes. 49, 5.6; Joh. 8, 12; 1, 4-9
    a) Welche herrliche Prophezeiung erfüllte sich durch die Menschwerdung des Gottessohnes? Matth. 4, 15.16
    b) Was ist der Heiland denen, die ihr Herz der göttlichen Erleuchtung auftun? Mal. 3, 20 (4, 2); Offb. 21, 23 (letzter Satz)
    c) Welche Aufforderung richtet das Wort des HERRN an die Menschen, die in ihren Sünden tot sind und schlafen? Eph. 5, 14

    4. Wie strahlte der Gottessohn das himmlische Herrlichkeitslicht der Liebe Gottes nach allen Seiten aus? Apg. 10, 37.38; Joh. 17, 4

“Christus, der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, kam als das Licht der Welt auf diese Erde. Er wollte die Menschen zur Gotteserkenntnis führen. Die Schrift berichtet, dass Gott ihn ‘gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; (ihn), der umhergezogen ist und hat wohlgetan’.
Christus sprach in der Synagoge von Nazareth: ‘Der Geist des Herrn ist bei mir, darum dass er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN.’ (Luk. 4, 18.19)” (Christi Gleichnisse, S. 318.319)

    Wie brennend war das herzliche Verlangen des Erlösers, das himmlische Licht auf der dunklen Erde anzuzünden? Luk. 12, 49

“Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu schleudern. O was wünschte ich mehr, als dass es schon brennte.” (Albrecht Übersetzung)

    5. Wozu sind die Kinder Gottes in dieser dunklen Welt berufen?
    Matth. 5, 14; Phil. 3, 18.19; Kol. 1, 27
    a) Was muss in dem Menschen geschehen, damit er als Licht in dieser Welt leuchten kann? 2. Kor. 4, 6; Eph. 3, 18.19; Kol. 1, 27

Eine Pflanze wächst dadurch, dass sie aufnimmt, was Gott zur Erhaltung ihres Lebens vorgesehen hat. Sie senkt ihre Wurzeln in die Erde und nimmt Sonne, Tau und Regen sowie die lebenswichtigen Bestandteile der Luft in sich auf … Wie die Pflanze im boden, so sollen wir in Christus tief Wurzeln fassen; wie die Pflanze Sonne, Tau und Regen aufnimmt, so sollen wir unsere Herzen dem Heiligen Geist öffnen … Halten wir unsere Gedanken auf Christus gerichtet, so wird er … Wie die Sonne der Gerechtigkeit mit ‘Heil unter ihren Flügeln’ (Matth. 13, 41.42) … über uns aufgehen.” (Christi Gleichnisse, S. 46)

    b) Womit müssen die Gläubigen stets erfüllt sein, damit sie in dieser Welt ständig Leuchten können? Röm. 5, 5 (letzter Satz)

Im Werke Gottes vermag der Mensch aus sich heraus nichts. Niemand kann durch eigene Bemühungen einen Lichtträger Gottes aus sich machen. Allein das √l, das die himmlischen Boten in die goldenen Röhren gossen und das aus der goldenen Schale in die Lampen des Heiligtums floß - allein dieses √l ermöglichte ein ununterbrochenes helles Licht. Nur die Liebe Gottes, die unaufhörlich auf den Menschen überströmt, befähigt ihn, Licht zu spenden. Ungehemmt fließt das goldene √l der Liebe in die Herzen aller, die durch den Glauben mit Gott in Verbindung stehen, und bewirkt ein Leuchten guter Werke und wahrhaften Dienstes für Gott.” (Christi Gleichnisse, S. 320)

    6. Was haben wir unter dem himmlischen Licht zu verstehen? Matth. 5, 16; Eph. 5, 8-10; 1. Joh. 4, 16.17

“Was ist Licht? Es ist Frömmigkeit, Güte, Wahrhaftigkeit, Gnade, Liebe; es ist die Offenbarung der Wahrheit in Charakter und Leben.” (Review and Herald, 24. März 1891)

“So soll also die Gemeinde in der Nacht geistlicher Finsternis Gottes Ehre ausstrahlen, indem sie die Niedergebeugten aufrichtet und die Trauernden tröstet … Das natürliche Licht ist ein Segen für die ganze Welt, auch für die Undankbaren, Gottlosen und Verderbten; genauso das Licht der Sonne der Gerechtigkeit. Die ganze Erde, eingehüllt in der Finsternis von Sünde, Leid und Qual, muss durch die Erkenntnis der Liebe Gottes erleuchtet werden. Keine Glaubensgemeinschaft, keine Bevölkerungsschicht darf ausgeschlossen bleiben von dem Licht, das vom Throne Gottes strahlt.”

“Mit Geduld ertragene Prüfungen, dankbar empfangene Segnungen, tapfer überwundene Versuchungen, Sanftmut, Freundlichkeit, Barmherzigkeit und herzliche Liebe - so heißen die Lichtstrahlen, die unser Wesen erleuchten, die uns von der Finsternis der Selbstsucht befreien, welche keinen Strahl der Lebenssonne ins Herz gelangen lässt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 173)

    7. Welch ernste Aufforderungen gibt der HERR durch den Propheten Jesaja an das letzte Volk, damit das so lange verhaltene Licht zum Durchbruch kommen kann? Jes. 58, 6-8; 57, 14

“Christus verlangt von seinen Nachfolgern nicht, dass sie danach streben sollen, zu leuchten. Er sagt vielmehr: Lasset euer Licht leuchten. Wer die Gnade Gottes aungenommen hat, der hat Licht in sich. Beseitige die Hindernisse, und alsbald wird die Herrlichkeit des HERRN sichtbar! Dann leuchtet dein Licht und durchdringt und vertreibt die Finsternis; und ohne dass du es willst, bist du von einem hellen Schein umgeben.” (Christi Gleichnisse, S. 321)

Der Sendungsauftrag des Christen kommt in einem bezeichnenden Amtsnamen im urchristlichen Gemeindeleben zum Ausdruck: “Episkopus” (griechisch) = √ltester, Aufseher. Die Namensbezeichnung “Episkopus”, auf deutsch: Bildwerfer, dient abgeleitet aus dem Griechischen für ein Instrument, mit welchem man ein eingelegtes Bild hinausleuchten (projezieren) kann. In diesem Sinne sollen auch die Christen das Bild Jesu Christi hinausleuchten in die dunkle Nacht.

    8. Welches große und feierliche Abschlußwerk haben die “Übrigen” noch zu erfüllen, bevor der Herr kommen kann? Offb. 18, 1

“Wir müssen Christus im Gesetz predigen. Dann wird Saft und Nahrung in dem Predigen sein. Und das wird der hungrigen Herde Gottes zur Speise dienen …” (Review and Herald, 11. März 1890)

“Das Kreuz von Golgatha muss unter den Menschen hoch erhöht werden, damit es ihre Gemüter gefangen nimmt und ihre Gedankenwelt durchdringt. Dann wird Kraft aus Gott ihr ganzes Wesen erfüllen, und sie werden ihre Kräfte dem Werk des Meisters weihen. Wer so arbeitet, wird Licht in die Welt strahlen - ein lebendiger Leuchter, die Erde zu erhellen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 172)

    a) Durch welch große Versäumnisschuld des Adventvolks ist das Werk von Offb. 18, 1 weit hinter der Zeit zurück?

“Ihre Herzen stehen nicht richtig vor Gott. Sie haben ihr Licht unter einen Scheffel gestellt. Hätte jeder Streiter Christi seine Pflicht getan, hätte jeder Wächter auf der Mauer Zions der Posaune einen deutlichen Ton gegeben, dann würde die ganze Welt schon eher die Warnungsbotschaft gehört haben. Aber das Werk ist weit hinter der Zeit zurück. Während die Menschen schliefen, hat Satan die Gelegenheit benutzt, uns zuvor zu kommen.” (Zeugnisse, Band 2, S. 37)

“Man widerstand dem Lichte, das die ganze Erde mit seiner Klarheit erleuchten sollte, und durch die Handlungsweise unserer eigenen Brüder wurde in einem großen Maße jenes Licht von der Welt ferngehalten.” (E.G. White, Review and Herald, 13. März 1952)

    b) Was muss in unseren Herzen wieder geschehen, damit das Werk des HERRN in der Verkündigung des ewigen Evangeliums zur Vollendung kommen kann? Luk. 24, 32; Röm. 12, 11

    9. Welch heiliger Ruf ist heute durch den HERRN uns persönlich gegeben? Jes. 60, 1.2

“Der große Abfall wird zu einer geradezu mitternächtlichen Finsternis führen, die undurchdringlich ist wie ein härener Sack. Für das Volk Gottes wird es eine Nacht der Versuchung, der Tränen und der Verfolgung um der Wahrheit willen sein. Aber aus dieser Finsternis wird Gottes Licht hervorbrechen …
ER ruft seinem Volk zu: ‘Mache dich auf, werde licht! denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.’ ” (Christi Gleichnisse, S. 317.318)

    10. Wie soll die Gemeinde der “Übrigen” in ihrer Treue zu den himmlischen Grundsätzen der Wahrheit und Liebe offenbar werden? Jes. 40, 9.10; Matth. 5, 14.15

“Sein Charakter muss allen kundwerden. Es gilt, in die Finsternis der Welt das Licht seiner Herrlichkeit, Güte, Gnade und Wahrheit zu werfen … Ebendas meint der Prophet Jesaja, wenn er sagt: ‘Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, hebe auf und fürchte dich nicht; sage den Städten Juda’s: Siehe, da ist euer Gott! … Die letzten Strahlen des Gnadenlichts, die letzte Botschaft der Barmherzigkeit an die Welt ist eine Offenbarung des Liebe erfüllenden Wesens Gottes. Gleichzeitig sollen seine Kinder aber auch an sich selbst seine Herrlichkeit offenbaren … Das Licht der Sonne der Gerechtigkeit muss in guten Werken fortstrahlen: in Worten der Wahrheit und Taten der Heiligkeit.” (Christi Gleichnisse, S. 318

    11. Wie beharrlich scheint das Licht der Kinder Gottes in dieser dunklen Welt? Hiob 12, 4.5; Psalm 97, 11
    Welche Erfahrung dürfen die treuen Jesusnachfolger mit dem Licht in ihrem Herzen machen? Spr. 4, 18; Rich. 5, 31 (letzter Teil)

    12. Wie groß wird einmal die Herrlichkeit der Lichtträger im Reiche des Vater sein? Matth. 13, 43; Dan. 12, 3

“Sie lebten in ständiger, enger Verbindung mit Gott. Über ihnen war die Herrlichkeit des HERRN aufgegangen. In ihnen hatte das Licht der Erkenntnis Gottes sich widergespiegelt. Nun frohlocken sie im Glanz des Königs der Könige, bereit zur Gemeinschaft des Himmels, da sie den Himmel im Herzen haben. Erhobenen Hauptes, unter den hellen Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit, glücklich, dass ihre Erlösung sich naht, gehen sie dem Bräutigam entgegen und frohlocken: ‘Siehe, das ist unser Gott, auf den wir harren und er wird uns helfen.” (Christi Gleichnisse, S. 322)

In Himmelsordnung reihen sich die Gäste
An Silbertafeln, viele Meilen lang -
Trotzdem erkennen alle sich aufs beste;
Auch eifert völl’ge Liebe nicht um Rang. -
Zwar viel Geringe, die als “Letzte” galten,
Im Reich des Lichts als “Erste” sich entfalten.

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 9: Ihr seid das Salz der Erde

Merkvers: “Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten.” (2. Kor. 2, 14)

    1. Welches allgemeine Werturteil wird über das natürliche Salz abgegeben? Mark. 9, 50 (erster Satz)

So wie der weise Schöpfer im Haushalt der Natur dem Meere das Salz beigefügt hat, damit das Wasser nicht in Fäulnis übergeht und zersetzt wird, ebenso benutzt auch der Mensch das Salz zur Erhaltung von Nahrungsmitteln.
“Das Salz wird seiner erhaltenden Eigenschaft wegen geschätzt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 163)

    Welche weitere Eigenschaft des Salzes nutzt man in der Zubereitung der Speisen? Mark. 9, 50 (zweiter Satz)

    2. Wer ist im übertragenen, geistlichen Sinn das Salz dieser Welt? Matth. 5, 13

“Wenn Gott seine Kinder als Salz bezeichnet, so will er sie über seine Absicht belehren, sie in ihrem Gnadenstande zu Rettern ihrer Mitmenschen zu machen. Das Ziel, das Gott sich mit der Erwählung eines Volkes vor aller Welt gesteckt hatte, war nicht nur, sie als seine Söhne und Töchter anzunehmen, sondern durch sie allen Menschen die heilsame Gnade zu vermitteln. Der Herr erwählte Abraham nicht allein deshalb, damit dieser der besondere Freund Gottes sei. Er sollte auch der Mittler jener besonderen Gnade sein, mit der Gott die Völker beglücken wollte.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 163.164)

    Was stellt im christlichen Leben die “Würze des Salzes” dar? Kol. 4, 6

“Die Würze des Salzes stellt die Lebenskraft des Christen dar, die ihm aus der Liebe Jesu im Herzen, aus der das ganze Leben durchdringenden Gerechtigkeit Christi kommt. Die Liebe Christi drängt nach außen und packt an. Wohnt sie in uns, so wird sie auch auf andere überströmen. Wir müssen uns, bildlich gesprochen, so lange in deren Nähe stellen, bis ihre Herzen durch unsere selbstlose Teilnahme und Liebe erwärmt werden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 164)

    3. In welchem hinweisenden Vergleich erkennen wir das Bild unserer Welt, die dem Verderben entgegeneilt? 2. Kön. 2, 19; 1. Joh. 5, 19

“Heute eilt die Welt, ohne auf die warnende Stimme Gottes auch nur im geringsten zu hören, dem ewigen Verderben entgegen… ‘O weh des Tages!, denn der Tag ist nahe und kommt wie ein Verderben vom Allmächtigen… Der Same ist unter der Erde verfault, die Kornhäuser stehen wüste, die Scheuern zerfallen; denn das Getreide ist verdorben. O wie seufzt das Vieh! Die Rinder sehen kläglich, denn sie haben keine Weide, und die Schafe verschmachten.’ ‘So steht der Weinstock jämmerlich und der Feigenbaum kläglich; dazu die Granatbäume, Palmbäume, Apfelbäume und alle Bäume auf dem Felde sind verdorrt; denn die Freude des Menschen ist zum Jammer geworden’ (Joel 1, 15-18.12)” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, S. 242)

    4. Was für Anordnungen gab der Prophet in der Absicht, die giftigen Wasserquellen von Jericho zu heilen? 2. Kön. 2, 20
    a) Welche Bedeutung hat die neue Schale in unserem christlichen Glaubensleben? Hes. 36, 26.27; 2. Kor. 5, 17; Eph. 4, 23.24
    b) Welches Wunder geschah mit dem bösen Wasser von Jericho auf das Wort des Herrn? 2. Kön. 2, 21.22

“Aus der Geschichte von der ‘Gesundung’ des Wassers lassen sich viele Lehren ziehen. Die Schale, das Salz, die Quelle, alles das ist höchst bedeutungsvoll. Das Salz, das in die verunreinigte Quelle geschüttet wurde, reinigte ihr Wasser und brachte Leben und Segen, wo vorher Fluch und Tod gewesen waren. Wenn Gott seine Kinder mit Salz vergleicht, so will er sie lehren, dass er sie deshalb zu Empfängern seiner Gnade macht, damit sie Werkzeuge zur Errettung anderer werden können… Die Welt braucht Beweise wahren Christentums. Das Gift der Schlange wirkt am Herzen der Gesellschaft. Ganze Städte, von den größten bis zu den kleinsten, sind verstrickt in Sünde und Sittenverderbnis. Die Welt ist voller Krankheit, Leiden und Ungerechtigkeit. Nah und Fern gibt es Menschen, die sich in Not und Elend befinden, die vom Bewußtsein der Schuld niedergedrückt sind und in Ermangelung eines rettenden Einflusses verloren gehen.” (Patriarchen und Propheten, S. 163.164)

    5. Kann ein Christ in der Abgeschiedenheit eines Mönchslebens seine Sendung als Salz der Erde erfüllen? Mark. 16, 15.20; Joh. 17, 15.18

“Das Salz muss unter die Masse gerührt werden, die es vor Verderbnis schützen soll, es muss sie völlig durchdringen. So kann auch bei den Menschen das Evangelium nur dadurch seine rettende Kraft entfalten, dass es unter sie getragen wird. Da es persönliche Einfühlung verlangt, werden die Menschen nicht in Massen, sondern als Einzelpersonen gerettet. Persönlicher Einfluß übt auf sie Macht aus. Um ihn ausüben zu können, müssen wir aber auch die Menschen verstehen lernen, denen wir gerne helfen möchten.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 164)

    6. In welchem alttestamentlichen Dienst hatte das Salz schon eine sinnbildliche Bedeutung? Mark. 9, 49; 3. Mose 2, 13
    a) Worauf soll das Salz auch bezüglich des neuen Bundes hinweisen? 4. Mose 18, 19 (letzter Satz)

“Das Salz erhält frisch und macht die Speise schmackhaft. Es weist hin auf die Treue und Lauterkeit der Gesinnung, mit der Israel an Gottes Bund festhalten soll… (4. Mose 18, 19). Wörtlich: ein Salzbund, das heißt eine unauflösliche, bleibende Festsetzung.” (Anmerkung der Jubiläumsbibel zu 3. Mose 2, 13 und 4. Mose 18, 19)

    b) Was soll auch das Christenleben im Verhältnis zu Gott darstellen? Röm. 12, 1.2; 1. Petr. 2, 5
    c) Was darf auch bei jedem geistlichen Opfer im neuen Bund nicht fehlen? Mark. 9, 49.50 (letzter Satz)

    7. Wo muss das Salz zuerst die Reinigung beginnen? Jes. 52, 11

“Lass dich in diesem Leben durch das göttliche Feuer der Buße reinigen und durch das Salz scharfer Selbstzucht und Selbstverleugnung zu einem Opfer bereiten. Der Geist solcher scharfen Selbstzucht ist etwas ‘Treffliches’. Geht er verloren, so ist auch nicht mehr zu helfen. Scharfe Selbstzucht, die jeder an sich selber übt, wehrt dem Streiten (Mark. 9, 34) und erhält den Frieden untereinander (Mark. 9, 50).” (Anmerkung der Jubiläumsbibel zu Mark. 9, 50)

    Was muss mit jedem neugeborenen Gotteskind geschehen, bevor es für andere ein Salz sein kann? Hes. 16, 4 (letzter Satz)

Gleich wie in alter Zeit ein neugeborenes Kind mit Salz eingerieben wurde, ebenso muss das Salz der Selbstverleugnenden Buße den wiedergeborenen Menschen zuerst selbst von aller Sünde befreien, bevor er andere ermahnen darf. (Siehe Matth. 7, 5)

    8. Wozu ist aber der bußfertige Überwinder, der selbst im Recht wandelt, im Blick auf die Sünden des Volkes berechtigt? Micha 3, 8
    Wie muss sich die reinigende Kraft des Salzes auch im Adventvolk selbst beweisen? Jes. 58, 1; 2. Tim. 3, 16.17; 4, 2

“Das Vorurteil, das sich gegen uns erhob, weil wir das vorhandene Unrecht tadelten, das Gott mir gezeigt hat, ist ebenso ungerecht, wie alles Gerede von Härte und Strenge. Gott gebietet uns zu reden, und wir werden nicht schweigen. Wenn die Kinder Gottes häufig unrecht handeln und Gottes Diener gleichgültig daran vorübergehen, unterstützen und rechtfertigen sie im Grunde genommen den Sünder.
Sie machen sich in gleicher Weise schuldig und werden ebenso sicher Gottes Missfallen erfahren; denn sie werden für die Sünden der Schuldigen die Verantwortung übernehmen müssen. Im Gesicht wurde ich auf viele Beispiele verwiesen, bei denen sich Gottes Diener das Missfallen des Herrn zugezogen haben, indem sie es versäumten, sich mit ihren Fehlern und Schwächen zu beschäftigen. Diejenigen, die diese Fehler entschuldigten, nur weil diese sich scheuten, eine klare, schriftgemäße Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufgabe widerstrebte ihren Gefühlen, deshalb wichen sie ihr aus.” (Schatzkammer der Zeugnisse I, S. 303.304)

    9. Woran zeigt es sich weiter, dass wir nicht nur “Namens-Adventisten”* sind, sondern auch die innewohnende Kraft des Salzes besitzen? Offb. 14, 9-12; Jes. 40, 9

* Anmerkung zu dem Begriff “Namens-Adventisten”:
Der Schreiber dieser Zeilen, Dr. Eberhard Vorndran, war früher Prediger der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Er erkannte schon sehr bald, dass die Führung dieser Kirche in der Hand von “Namens-Adventisten” ist, die sich, wie er schon vor Jahrzehnten feststellte, in kleinen Schritten der vom päpstlichen Antichristen manipulierten √kumene annähern. Das war auch einer der Gründe für seinen Austritt aus dieser Kirche. Wie sich heute zeigt, hat er Recht behalten. Die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ist inzwischen Mitglied der babylonischen √kumene (Offb. 17 + 18).
Ein richtiger “Adventist” ist jeder, der die Wiederkunft (Advent) unseres Herrn Jesus Christus sehnlich erwartet. Im Gegensatz zu den Mitgliedern Babylons. Mitglied Babylons sind alle, die der Anweisung Jesu Christi in Offenbarung 18, 4.5 nicht Folge leisten!
Der Papst, der Antichrist erwartet nicht die Wiederkunft Christi. Dann ist nämlich nach 2. Thess. 2, 1-12 sein teuflisches Werk beendet - vgl. Vers 8. Und das weiß er ganz genau, denn er versucht als Stellvertreter Satans in Menschengestalt alles in der Macht Satans stehende, z.B. durch die Verbreitung der gefälschten zehn Gebote, die Einsetzung falscher unbiblischer Fest- und Feiertage und sonstiger römisch-katholischer Irrlehren die Menschen von der Wahrheit fernzuhalten und an seine oder eine der √kumene-Kirchen Babylons zu binden.
Haben Sie schon einmal in der Bibel nachgeforscht und darüber nachgedacht, unter welchen Voraussetzungen die Wiederkunft Jesu Christi nicht stattfinden kann?
Das Ergebnis wird Sie zunächst überraschen. Aber dann wird Ihnen auch klar werden, warum der Papst nicht mehr das Ziel verfolgt, alle in die römisch-katholische Kirche zu zwingen. Ziel ist, dass die Menschen die Wahrheit nicht erfahren bzw. erkennen! Dann spielt es ihm keine Rolle mehr, zu welcher Kirche oder sonstigen Organisation ein Mensch gehört. Deshalb versteht er sich inzwischen sehr gut mit allen Religionen weltweit, die die biblische Wahrheit ablehnen.

“Der Herr möchte die Verkündigung der dritten Engelsbotschaft (Offb. 14, 9-12 in Verbindung mit Offb. 13, 1-18) mit zunehmender Wirkung vorangetragen sehen. So wie er in allen Zeiten seinem Volke Siege schenkte, so möchte er in dieser Zeit seine Absichten zu einer siegreichen Erfüllung für seine Gemeinde führen. Er gebietet seinen glaubenden Heiligen, gemeinsam von Kraft zu größerer Kraft und von Glauben zu völliger Gewissheit voranzugehen im Vertrauen auf die Wahrheit und Gerechtigkeit seiner Sache.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, S. 379)

    10. Welcherart ist der geistliche Zustand derer, die unter dem Bilde des Salzes “dumm” geworden sind? Offb. 3, 15; 1. Kön. 18, 21

“Es versinnbildlicht trefflich die geistliche Verfassung der Pharisäer und die Wirkung ihrer Religion auf ihre Umwelt. Es stellt das Leben jedes Menschen dar, der von der Gnadenkraft Gottes verlassen, kalt geworden ist und Christus verloren hat. Welche Stellung ein solcher Mensch auch im Leben einnehmen mag, er hat vor Mitmenschen und Engeln seinen Wert eingebüßt und wirkt in seiner Erscheinung unangenehm.
Christus spricht zu ihm: ‘Ach, dass du kalt oder warm wärst! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien…’” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 165)

    a) Was läßt der Herr oft über ein träges Christenvolk hereinbrechen, damit das noch gute Salz erhalten bleibt und das Evangelium mit der Welt in Berührung kommt? Apg. 8, 1-4; 11, 19.21
    b) Was geschieht mit dem Salz, das seine lebenserhaltende und würzende Kraft verloren hat? Matth. 5, 13; 21, 43; 24, 28

    11. Wie schrecklich erfüllte sich an dem alten Bundesvolk der Juden dieses Gotteswort? 5. Mose 28, 49-51; Luk. 21, 20-24

    12. Was geschieht nach dem Beispiel der Juden auch mit jenem Teil des Adventvolkes und mit jenen stummen Wächtern, die die Salzkraft verloren haben und somit “dumm” und lau geworden sind? Offb. 3, 16; Matth. 25, 30; 24, 48-51

“Und du Kapernaum (Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten), die du großes Licht gehabt hast (unter besonderem Vorzug), du sollst bis in die Hölle hinunter gestoßen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, sie stände noch Heutigentages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Lande erträglicher gehen am jüngsten Gerichte denn dir.” (E.G. White, Review and Herald, 1.8.1893)

O, dass du erkannt hättest, was in diesen Tagen zu deinem Frieden dienst… O, dass unser Volk, wie Ninive, mit aller Macht Buße tun möchte,… dass Gott seinen grimmigen Zorn von ihnen wenden möchte!” (Test. V, S. 77)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 8: Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr

Merkvers: “Gedenket an mein Wort, das ich gesagt habe: der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.” (Joh. 15, 20)

    1. Mit welcher sinnbildlichen Gabe der Weisen wurde dem Sohne Gottes schon bei seiner Geburt der kommende Leidensweg angekündigt? Matth. 2, 11

    Wie schnell schon kam Verfolgung über das Jesuskind? Matth. 2, 13-16; Offb. 12, 3.4

“Die Myrrhe wurde zum Begräbnis und zum Einbalsamieren benutzt (Joh. 19, 39) und sollte hier schon auf das Leiden und Sterben Jesu hinweisen.”

    2. Gegen welch verbissenen satanischen Widerstand musste unser HERR und Heiland die Erlösung des Menschen vollbringen? Mark. 3, 6; 11, 18; Luk. 4, 28-30

“Ihm, der gekommen war, die verlorene Welt zu erlösen, widerstand die ganze Heerschar derer, die Feinde Gottes und der Menschen sind.
Mit den gefallenen Engeln standen böse Menschen gegen den Fürsten des Friedens in unbarmherzigem Verschwörerbunde. Obgleich jedes seiner Worte, jede seiner Handlungen von göttlichem Mitleid zeugte, erregte er doch die bitterste Feindschaft der Welt dadurch, dass er mit ihr so wenig gemein hatte. Weil er in keine böse Neigung der menschlichen Natur einwilligte, erregte er heftigen Widerstand und große Feindschaft.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    3. Welche Beschwernis des Kreuzes hat der Herr Jesus auch seinen Jüngern angekündigt? Luk. 10, 3; Joh. 15, 18; Matth. 10, 17-22

“Sobald die Menschen danach trachten, mit Gott in Einklang zu kommen, werden sie finden, dass das √rgernis des Kreuzes nicht aufgehört hat.
Fürsten, Machthaber und böse Geister aus der Höhe nehmen Kampfstellung gegen alle ein, die himmlischen Gesetzen Gehorsam zollen. Deshalb sollten Verfolgungen den Jüngern Christi Freude machen, anstatt ihnen Kummer zu verursachen; denn sie sind ein Beweis dafür, dass die Betroffenen den Spuren ihres Herrn folgen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157.158)

    4. Was müssen alle, die gottselig leben wollen, ertragen können? 2. Tim. 3, 12
    Worin liegt die geheime Ursache der Unduldsamkeit und Verfolgung?

“Sie verachteten den liebenswerten Menschen, in dem nur Wohlwollen, Reinheit und Frömmigkeit lebten, und der keinen Hass kannte außer den gegen die Sünde. So war es zu allen Zeiten. Das Licht von oben spricht jeden schuldig, der nicht darin wandeln will. Das Vorbild derer, die die Sünde verabscheuen, empfinden Heuchler als Vorwurf. Darum werden sie zu Satans Helfershelfern, indem sie die Gläubigen fortwährend beunruhigen und verfolgen. ‘Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.’” (Patriarchen und Propheten, S. 592)

“Zwischen Gerechtigkeit und Sünde, Liebe und Hass, Wahrheit und Trug, tobt ein leidenschaftlicher Kampf. Wer in der Liebe Christi und in der Anmut der Heiligkeit einhergeht, der macht dem Satan seine Untertanen abwendig, und das erregt den Widerstand des Fürsten der Bosheit. Schmähungen und Verfolgungen treffen alle, die vom Geist Christi erfüllt sind. Die Art der Verfolgungen mag sich mit der Zeit ändern; aber der Geist, aus dem sie kommen, ist im Grunde derselbe, nach dem seit Abels Zeiten die Auserwählten Gottes getötet wurden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 157)

    5. In welchem tragischen Drama gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte sehen wir schon die verfolgende und unduldsame Macht der Bosheit? 1. Mose 4, 3-9
    a) Welches ist eines der Merkmale des Abfalls von Gott und einer vom Teufel gestifteten Religion? Joh. 16, 2.3; Offb. 17, 6
    b) An welchen bezeichnenden Beispielen sehen wir, dass die Abgefallenen und Untreuen zu Verfolgern der treuen Gotteskinder werden? 1. Sam. 18, 10-12; 23, 14; Jer. 38, 4-6; Apg. 7, 56-58

“Kain und Abel stellen die beiden Klassen dar, die bis zum Ende der Welt bestehen werden… Kain hasste Abel nicht, weil dieser ihm etwas zuleide getan hätte, sondern, ‘weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht’ (1. Joh. 3, 12). So haben die Gottlosen zu allen Zeiten diejenigen gehasst, die besser waren als sie. Abels Gehorsam und sein standhafter Glaube waren für Kain ein ständiger Vorwurf. ‘Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht zu dem Licht, auf dass seine Werke nicht an den Tag kommen.’ (Joh. 3, 20)
Je heller das Licht ist, das Gottes treue Diener widerstrahlen, desto klarer treten die Sünden der Gottlosen zutage, und umso entschlossener werden sie die zu vernichten suchen, die die Ruhe ihres Gewissens stören.” (Patriarchen und Propheten, S. 53-55

    6. Welches Ziel sucht Satan mit der Anstiftung von Verfolgung, Trübsal und Leiden an den Menschen zu erreichen? Dan. 3, 15; Hiob 2, 9

    7. In welcher Absicht läßt der HERR die Leiden der Verfolgung an seinen Kindern zu? Dan. 11, 35; 1. Petr. 1, 6.7

“Durch Leiden und Verfolgungen wird die Herrlichkeit, das Wesen Gottes in seinen Auserwählten offenbart. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem HERRN durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrungen; aber es erkennt durch dieses alles die Strafunwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 159)

“Das geheimnisvolle Wirken der Vorsehung die zuläßt, dass der Gerechte von der Hand des Gottlosen Verfolgung erleidet, hat viele, die schwach im Glauben sind, schon in größte Verlegenheit gebracht. Manche sind sogar bereit, ihr Vertrauen zu Gott wegzuwerfen, weil er es zuläßt, dass es den niederträchtigsten Menschen wohlergeht, während die besten und aufrichtigsten von ihrer grausamen Macht bedrängt und gequält werden. Wie, so fragt man, kann ein Gerechter und Barmherziger, dessen Macht unendlich ist, solche Ungerechtigkeit und Unterdrückung dulden? - Mit einer solchen Frage haben wir nichts zu tun. Gott hat uns ausreichende Beweise seiner Liebe gegeben, und wir sollen nicht an seiner Güte zweifeln, weil wir das Wirken seiner Vorsehung nicht zu ergründen vermögen… Wer berufen ist, Qualen und Märtyrertod zu erdulden, folgt nur den Fußtapfen des teuren Gottessohnes.” (Der große Kampf, S. 47)

    8. Welche weiteren Mittel benutzt Satan, um die Boten und Diener Gottes zu bekämpfen? Matth. 5, 11.12; Jes. 51, 7; Jer. 18, 18
    a) Welcher Gottesmann in der Adventbewegung hatte, weil er die Botschaft Gottes deutlich verkündete, viel Verfolgung und Schmach zu erdulden?

“Prediger und Volk vereinigten sich, um dieser Botschaft vom Himmel zu widerstehen und Wilhelm Miller und diejenigen, die sich mit ihm vereinigt hatten, zu verfolgen. Es wurden Lügen verbreitet, um seinen Einfluß zu schädigen. Mehrmals, wenn er den Rat Gottes klar vorgeführt und den Herzen seiner Zuhörer scharfe Wahrheiten nahegebracht hatte, entstand ein großer Zorn gegen ihn, und wenn er den Versammlungsplatz verließ, lauerten ihm einige auf, um ihm das Leben zu nehmen. Aber Gott sandte seine Engel, ihn zu beschützen, und sie führten ihn sicher durch die wütende Menge. Sein Werk war noch nicht vollendet.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 226.227)

    b) Was greifen die Helfer Satans an, wenn sie sehen, dass sie gegen die unwiderlegbaren Tatsachen und Wahrheiten der Verkündigung nicht ankommen können?

“Heute wie damals erregt die Verkündigung einer Wahrheit Widerstand, die die Sünden und Irrtümer der Zeit rügt… Wenn Menschen sehen, dass sie ihre Auffassung nicht durch die Heilige Schrift begründen können, entschließen sich viele, ihren Standpunkt um jeden Preis zu verteidigen, und greifen mit boshaftem Geist den Charakter und die Beweggründe derer an, die die unbeliebten Wahrheiten verteidigen. Diese Handlungsweise ist in allen Zeiten verfolgt worden… bis auf den heutigen Tag sind die, welche der Wahrheit treu bleiben wollten, als Empörer, Ketzer und Abtrünnige gebrandmarkt worden. Die vielen, welche zu ungläubig sind, das feste prophetische Wort anzunehmen, werden mit einer Leichtgläubigkeit, die keinen Zweifel zuläßt, den Anklagen gegen diejenigen Glauben schenken, die es wagen, volkstümliche Sünden zu rügen. Dieser Geist wird beständig zunehmen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 458)

    9. Durch welche Erfahrungen des feindlichen Widerstandes mussten die Apostel und ersten Zeugen Jesu in ihrer Botschaftsverkündigung gehen? 2. Kor. 6, 4.5.8-10; 11, 23-25

“Zu allen Zeiten sind Gottes Boten geschmäht und verfolgt worden, aber gerade durch ihre Trübsal wurde die Erkenntnis Gottes ausgebreitet. Jeder Jünger Christi muss in ihre Reihen treten und dasselbe Werk fördern in dem Bewußtsein, dass der Feind nichts gegen, sonder nur etwas für die Wahrheit tun kann. Gott will, dass die Wahrheit in den Vordergrund gestellt und genau geprüft und erörtert werde. Er scheut sich nicht, diesem Zweck selbst die Verachtung dienstbar zu machen, die man ihr zuteil werden läßt. Die Gemüter der Menschen müssen beunruhigt werden; jeder Kampf, jede Schmähung, jeder Versuch zur Beschränkung der Gewissensfreiheit ist ein Mittel in der Hand Gottes, Seelen, die sonst schlafen würden, aufzurütteln.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 161)

Nie war ein Mensch unter Menschen grausamer verleumdet worden, als der Sohn Gottes. Auf jedem Schritte begegnete man ihm mit bitteren Vorwürfen; er wurde gehasst ohne Ursache. Die Pharisäer hielten sogar Mietlinge, welche von Stadt zu Stadt die Lügen verbreiteten, die sie selbst ersonnen hatten, um den Einfluß Jesu zu zerstören.” (Das Leben Jesu Christi, Alte Ausgabe, S. 210)

    10. In welchem Abschnitt der sieben Gemeinden sind die Christen durch die Trübsalshitze geläutert und von dem Herrn Jesu nicht getadelt worden? Offb. 2, 8-11
    a) Worin zeigte sich der hohe Stand des reinen urchristlichen Glaubens? Apg. 5, 40-42; Hebr. 11, 32-34
    b) Warum fehlt den Christen von Laodizea das Glaubensgold, das im Feuer durchläutert ist? Offb. 3, 18 (1. Satz); Phil. 3, 18

Diejenigen, welche Schritt für Schritt den weltlichen Forderungen nachgegeben haben, und sich den weltlichen Sitten angepasst, werden es nicht schwer finden, eher den Regierungen nachzugeben, als sich Spott, Beschimpfung, angedrohter Einkerkerung und dem Tode auszusetzen.” (Test. V, S. 80.81)

    11. Welche ernste Frage sollten sich alle bekenntlichen protestantischen Kirchen, wie auch die große Adventkirche, vorlegen? 2. Chron. 18, 1.3 (letzter Satz); 19, 2

“Wie kommt es dann, dass die Verfolgung gewissermaßen zu schlummern scheint? Der einzige Grund ist, dass die Kirchen sich der Welt angepasst haben und deshalb keinen Widerstand erwecken. Die heutzutage im Volk verbreitete Religion hat nicht den heiligen und reinen Charakter, der den christlichen Glauben in den Tagen Christi und seiner Apostel kennzeichnete. Weil man mit der Sünde gemeinsame Sache macht, weil man die großen Wahrheiten des Wortes Gottes so gleichgültig betrachtet und weil wenig echte Gottseligkeit in der Gemeinde herrscht, deshalb ist anscheinend das Christentum in der Welt so beliebt. Sobald eine Wiederbelebung des Glaubens und der Stärke der ersten Christengemeinde geschähe, erwachte auch wieder der Geist der Verfolgung und schürte aufs neue die Feuer der Trübsal.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 48)

    12. Welche Freudigkeit dürfen wir inmitten der Verfolgung besitzen und wie zuversichtlich dürfen wir selbst in dunkelsten Lebenslagen sein? Matth. 5, 12 (1. Satz); 2. Kor. 12, 9.10; Apg. 16, 22-26

Für welche große Glaubensprüfung der letzten weltweiten Verfolgung der treuen Sabbathalter müssen wir uns jetzt vorbereiten? Offb. 3, 10; 13, 15-17; 12, 17

Spreu wird wie eine Wolke vom Winde weggetragen werden, sogar von Plätzen, wo wir nur Tennen reichen Weizens sahen. Alle, welche den Schmuck des Heiligtums beanspruchen, die aber nicht mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind, werden in der Schande ihrer Blöße erscheinen… Je tiefer die Nacht für das Volk sein wird, desto glänzender die Sterne. Satan wird die Gläubigen heftig quälen, aber im Namen Jesu werden sie mehr als Sieger sein. Dann wird die Gemeinde erscheinen: Schön wie der Mond, hell wie die Sonne und schrecklich wie die Heerscharen… Seelen werden die Wahrheit empfangen, die Trübsale erdulden können und den Herrn preisen, dass sie für Jesum leiden dürfen. ‘In der Welt werdet ihr Trübsal haben, aber seid fröhlich, ich habe die Welt überwunden’.” (Test. V, S. 81.82)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 7: Selig sind die Friedfertigen

Merkvers: “Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen.” (Kol. 3, 15)

    1. Was kam über die gefallene Menschheit infolge der Sünde und Herrschaft Satans in der Welt? 1. Mose 4, 8.23

“Die Gottlosigkeit war geradezu herausfordernd. Die Gerechtigkeit wurde in den Staub getreten und die Schreie der Unterdrückten drangen zum Himmel… Aber nach dem Fall gingen die Menschen ihre eigenen sündhaften Wege, denen rasch Verbrechen und Elend folgten. Man achtete weder die Ehe noch das Eigentumsrecht des andern. Wen immer nach der Frau oder den Besitztümern seines Nachbarn gelüstete, der nahm sie mit Gewalt und triumphierte noch über seine brutalen Taten. Sie fanden Vergnügen am Erlegen von Tieren, und der viele Fleischgenuss machte sie grausam und blutdürstig, bis sie auch das Menschenleben erstaunlich gleichgültig behandelten.” (Patriarchen und Propheten, S. 69, 70)

    2. Welchen Weg kennen die Gottlosen und Scheinchristen nicht? Jes. 59, 8; 48, 22

    3. Wie ist es heute mit dem Frieden zwischen Mensch und Mensch und Volk und Volk bestellt? Offb. 6, 4; 11, 18; Matth. 24, 6.7

    4. Welches ist die offenbare Ursache des Überhand nehmenden Unfriedens und Fluches in unserer Welt? Jes. 24, 5.6; 59, 2-7; Jak. 4, 1-3

    5. Wie gefährlich und trügerisch ist das Friedensangebot der gottlosen Welt? Jes. 8, 10; 1. Thess. 5, 3

“Unter den Völkern werden bald schreckliche Unruhen ausbrechen, die nicht aufhören werden, bis Jesus kommt… Die Gerichte Gottes sind in Sicht. Die Kriege und das Geschrei von Kriegen, die Zerstörungen durch Feuer und Wasser sagen deutlich, dass die Zeit der Trübsal, welche sich bis zum Ende steigern wird, nahe bevorsteht. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Der Kriegsgeist hat die Nationen erfasst.” (Review and Herald, 1904)

    6. Wie nennt die Heilige Schrift den wahren Gott, und unter welchem Namen sandte er seinen Sohn um den Menschenherzen den Frieden wiederzubringen? 1. Thess. 5, 23; Jes. 9, 5; Hebr. 7, 1-3

    7. Wie wurde durch die Propheten das himmlische Friedensprogramm des Gnadenreiches Christi angekündigt? Sach. 9, 9-11; Jes. 9, 4-6; Luk. 1, 79; 1. Chron. 22, 8-10

“Der Name Salomo bedeutet: Mann des Friedens, Friedreich. Nathan nannte ihn ‘Jedidja’: Liebling des HERRN. Salomo war ein Vorbild auf den Friedefürsten Christus, welcher in Gerechtigkeit und Frieden in den Kindern des Lichts den geistlichen Tempel baute, und von welchem ER selbst der Eckstein ist.” (Patriarchen und Propheten, S. 665)

    8. Wie kann unser Herz durch die Erlösung in Christo wieder teilhaftig werden des inneren Friedens mit Gott?
    a) durch die Versöhnung: Luk. 7, 47-50; Joh. 3, 36; Jes. 53, 5
    b) durch das Innewohnen Christi als Friedefürst in unserem Herzen: Röm. 5, 1; Eph. 3, 17; 2. Petr. 1, 19
    c) durch geisterfülltes Wirken im Leben und Wandel: Gal. 5, 22; Röm. 8, 6; 14, 17

    9. Auf welch unwandelbarer Grundlage ruht der wahre Herzensfriede einer echten biblischen Bekehrung? Jes. 48, 18; Jer. 31, 31-34; Offb. 14, 12

“Alle diese Segensworte, die von Leben und Wahrheit durchdrungen und erleuchtet sind, dienen dem Menschen zur vollkommenen Lebensführung. Weil Satan so schnell Forderungen des Herrn ablenkt, bedarf es umso größeren Fleißes, sie Herz und Sinn einzuprägen.” (Patriarchen und Propheten, S. 483)

    10. In welch schrecklicher Täuschung werden die Sonntagschristen durch die Predigt eines falschen Friedens in der Übertretung des Gesetzes gefangen gehalten? Jer. 6, 14; 8, 11; Hes. 13, 10.16

“Durch diese ernsten Warnungen (der dritten Engelsbotschaft) wird das Volk aufgerüttelt. Tausende und Abertausende, die noch nie solche Worte gehört haben, lauschen diesen Warnungen. Mit Verwunderung hören sie das Zeugnis, dass Babylon infolge seiner Irrtümer und Sünden gefallene Kirche ist, weil sie die ihr vom Himmel gesandte Wahrheit verworfen hat. Wendet sich das Volk dann mit der brennenden Frage, ob es wirklich so sei, an seine früheren Lehrer, so erzählen die Prediger Fabeln, prophezeien beruhigende Dinge, um die Besorgnis zu beschwichtigen und das erwachte Gewissen zu besänftigen.” (Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, S. 607)

    11. Wo wird sogar der falsche Friedensruf vernommen? Hes. 5, 5-7; Offb. 3, 17

“Die alten Männer, denen Gott großes Licht gegeben hatte und welche als Wächter der geistigen Interessen des Volkes gestanden, haben das ihnen Anvertraute verraten. Sie haben die Stellung eingenommen, dass wir nicht nötig hätten, auf Wunder und bemerkenswerte Kundgebungen der Macht Gottes zu sehen wie in früheren Tagen. Die Zeiten haben sich geändert. Diese Worte stärken ihren Unglauben, und sie sagen:
‘Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun. Er ist zu barmherzig, sein Volk im Gericht zu besichtigen.’ Dieser Friede und diese Sicherheit ist der Ruf von Männern, welche nicht ihre Stimme gleich einer Posaune erheben wollen, dem Volke ihre Übertretungen und dem Hause Jakob ihre Sünden zu zeigen. Diese stummen Hunde, die nicht bellen wollen, sind diejenigen, welche die Strafe eines beleidigten Gottes fühlen werden.” (Test. V, S. 211)

“… und rufen: ‘Friede, Friede!’ Dies sind die wahren Gefühle von vielen unter unserem Volk, und Satan frohlockt über seinen Erfolg, dass er so viele, welche bekennen, Christen zu sein, beherrscht. Er hat sie getäuscht, ihre Gefühle betäubt und sein höllisches Banner gerade in ihrer Mitte aufgepflanzt. Sie sind so vollständig getäuscht, dass sie nicht erkennen, dass er es ist.” (Test. II, S. 440)

    12. Was können die treuen Jesusnachfolger inmitten einer Welt, die im Argen liegt, und mit Hader und Feindschaft erfüllt ist, stets im Herzen haben? Joh. 14, 27; 16, 33; Phil. 4, 7
    a) Mit welch himmlischem Gruß grüßte Jesus die Seinen? Joh. 20, 19
    b) Was haben die Apostel in ihren Briefen in den herzlichen Gruß der Anrede immer mit eingeschlossen? Gal. 1, 3; Eph. 1, 2; 1. Petr. 1, 2

    13. Welchen himmlischen Sinn tragen die Kinder des Friedens in der Familie, in der Gemeinde und unter den Mitmenschen, um Friedensstifter (Matth. 5, 9 Grundtext) zu sein und den Frieden bewahren zu können? Jak. 3, 17.18

    14. In welch friedliebender Herzenseinstellung jagen sie dem Frieden nach (Hebr. 12, 14 und zwar
  • in Bezug auf Sündenschuld? Matth. 6, 12
  • in der Vergebebereitschaft? Eph. 6, 12
  • in Pflege der Einigkeit? Eph. 4, 2.3
  • in ihrem Streben und Denken? Röm. 14, 19
  • in Wertschätzung des andern? Jak. 5, 9; 4, 11
  • gegenüber den Fehlern und der Schwachheit anderer? Matth. 7, 1.2; Röm. 14, 13

“Wenn unser Leben mit heiligem Wohlgeruch erfüllt ist und wir Gott ehren, indem wir wohlwollend über andere denken und durch gute Taten anderen Segen bringen, dann ist es gleichgültig, ob wir in einer Hütte oder in einem Palast wohnen. √ußere Umstände haben nur wenig Einfluß auf die Erfahrung der Seele. Der Geist, den wir pflegen, gibt all unserem Tun die Färbung. Einen Menschen, der mit Gott und Mitmenschen Frieden hat, kann man nicht unglücklich machen. Neid wird in seinem Herzen nicht aufkommen, übler Argwohn findet dort keinen Raum. Hass kann es da nicht geben. Ein Herz, das im Einklang mit Gott steht, ist über die √rgernisse und Prüfungen dieses Lebens erhaben.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, S. 169.170)

    15. Können die Kinder des Friedens in irgendeiner Dienstleistung am Kriege, am Morden und Blutvergießen in direkter oder direkterweise teilnehmen? Matth. 5, 43-45; Jes. 2, 2-5; 2. Kor. 6, 14

“Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann zeigt er mir eine innere Einstellung, die ich schon verachte; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation müsste man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen können. Heldenmut auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige ‘Vaterländerei’, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!” (Prof. Albert Einstein in seinem Buch: ‘Wie ich die Welt sehe’)

    Welche evangeliumsfeindliche Haltung nimmt die Leitung der abgefallenen Muttergemeinde in ihrer Verführung zum Kriegsdienst ein?

“…Militär- und Kriegsdienst als einer rein staatsbürgerlichen Aufforderung, wozu die von Gott eingesetzte Obrigkeit laut 1. Petr. 2, 13.14 und Römer 13, 4.5 berechtigt ist.
Dieser Stellung trug auch der Generalkonferenz-Ausschuß (Anmerkung: der Siebenten-Tags-Adventisten) Rechnung, in dem er bei seiner im November 1915 stattgehabten Sitzung auf Anfrage der hiesigen leitenden Brüder seinen Standpunkt dahingehend äußerte, dass er den verschiedenen Ländern der Erde volle Freiheit lasse, sich den betreffenden gesetzlichen Angelegenheiten, wie bisher, auch weiterhin anzupassen!” (Zionswächter No. 5, 1916)

Vietnam:
Die Zahl der adventistischen Dienstleistenden wächst täglich. Die Regierung hat der Gemeinde eröffnet, weitere Absendungen von Kaplanen vorzunehmen, und die wachsende Zahl adventistischer Dienstleistender zu betreuen. Wir danken Gott für den Dienst unserer Kaplane in Uniform…” (Review and Herald, 23.12.1965)

    16. Welches Ziel will der HERR mit seiner Evangeliumsbotschaft unter den Menschen erreichen? Jes. 57, 19; 52, 7-9; Luk. 2, 14

    17. Nur mit welcher Gesinnung können wir als Kinder Gottes anerkannt werden? Matth. 5, 9

    18. Wo werden die Kinder des Friedens dereinst einmal im Reiche Gottes ausruhen dürfen? Jes. 32, 16-18

“Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden. ‘Dass mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.’” (Der große Kampf, S. 674)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 6: Selig sind die reines Herzens sind

Merkvers: “Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.” (Psalm 51, 12)

    1. Nach wessen Bild wurde der Charakter des Menschen bei seiner Erschaffung am Anfang geformt? 1. Mose 1, 26.27; Pred. 7, 29 (erster Teil)

“…dass Gott den Menschen redlich schuf, aber sie…” (Übersetzung van Ess)

“Der Mensch sollte nach seiner äußeren Erscheinung und seinem Charkter das Bild Gottes an sich tragen. Christus allein ist ‘das Ebenbild seines (Gottes) Wesens’ (Hebr. 1, 3), der Mensch aber wurde immerhin nach dem Bilde Gottes geschaffen. Sein Wesen war in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Er vermochte göttliche Gedanken zu erfassen. Seine Empfindungen waren rein. Seine Triebe und Neigungen wurden von der Vernunft beherrscht. Er war heilig und glücklich als das Abbild Gottes, das dessen Willen völligen Gehorsam leistete.” (Patriarchen und Propheten, S. 21)

    2. Wie verderbt wurde das menschliche Herz nach dem Sündenfall durch den steten Einfluß des Bösen? 1. Mose 6, 5; Matth. 15, 18-20; Spr. 22, 15 (erster Satz); Pred. 7, 29 (letzter Teil)

Im Hebräischen: “…aber sie ersinnen viele Ränke.”

“Gott hat den Menschen in der ursprünglichen Gerechtigkeit und Heiligkeit nach seinem Ebenbilde geschaffen, der Mensch aber war neugierig nach Beantwortung der Frage von gut und böse, fiel und verunstaltete sein Ebenbild. Seitdem haben sich die Menschen in den verschiedenen Wissenschaften und Künsten aus der Einfalt in die Vielheit der Erkenntnis des Guten und Bösen verirrt, und sich dadurch mehr unglücklich als glücklich gemacht.” (Allioli, Erklärungsbibel, Pred. 7, 29)

    3. Welche gegensätzlichen Regungen und Beweggründe sind im sündenkranken Herzen zu finden und wer allein vermag des Menschen Herz zu ergründen? Jer. 17. 9.10; 2. Chron. 6, 30; Apg. 1, 24; 1. Thess. 2, 4

“An den Greueln der Kanaaniter zeigte der HERR den Israeliten, wohin die Verbindung mit bösen Geistern führt: Sie waren Götzendiener, Ehebrecher, Mörder, verdorben und durch ihr lasterhaftes Verhalten verabscheuungswürdig. Die Menschen kennen sich oft selbst nicht, denn ‘es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding’. Aber Gott sieht das Wesen des gefallenen Menschen. Satan war immer darauf aus, die Aufsässigkeit zu schüren, damit sich Israel in Gottes Augen ebenso benahm wie die Kanaaniter. Die Widersacher sind stets wachsam, wenn es gilt, uns mit Schlechtem zu überfluten; denn er will, dass wir unglücklich und von Gott schuldig gesprochen werden.” (Patriarchen und Propheten, S. 665

    4. Mit welch heiligem Opfer hat der Himmel die Erlösung des sündengefangenen Menschenherzen erkauft?” 1. Petr. 1, 18-19; Jes. 53, 3-6.10-12; Hebr. 5, 7

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

“Es ist aus Liebe, das der Sohn Gottes einwilligt, sich mit diesen abscheulichen Verbrechen, welche auf ihn gelegt wurden, zu belasten. Um deinetwillen zerstört er das Reich des Todes, und öffnet die Tore des Paradieses und des ewigen Lebens.
Derjenige, welcher die aufgeregten Wogen durch sein Wort besänftigte, welcher über die schäumenden Wellen dahinschritt, welcher Dämonen zittern machte, und vor dessen Berührung Krankheiten wichen, der den Blinden die Augen öffnete und die Toten zum Leben zurückrief, - bietet sich selbst am Kreuze dar als ein vollgenügendes Opfer für die Menschheit. Er, der Träger der Sünde, nimmt auf sich die gerechte Strafe für die menschliche Gottlosigkeit und wird für den Menschen selbst zur Sünde.” (Leben Jesu, Alte Ausgabe, S. 501.502)

Gott litt mit seinem Sohn. In der Seelenangst im Garten Gethsemane und beim Todeskampf am Kreuz auf Golgatha bezahlte die ewige Liebe den hohen Preis für unsere Erlösung.” (Der Weg zu Christo, S. 12)

    5. Was muss mit unserem stolzen, selbstsüchtigen Herzen geschehen, wenn wir zum ewigen Leben gelangen wollen? Psalm 34, 19; 147, 3; Jes. 61, 1
    a) Auf welchem heilsnotwendigen Wege muss der HERR oft dem verstockten Menschenherzen begegnen, damit es für das Wirken der göttlichen Gnade zugänglich wird? Psalm 77, 4; Jes. 26, 16
    b) Wie müssen wir dem Herrn entgegen kommen, damit wir teilhaben können am Reich der Gnade? Jer. 29, 12-14 (erster Satz); Psalm 69, 33

    6. Mit welch herzlichem Liebeswerben ruft die himmlische Liebe das Herz des Sünders heim ins Vaterhaus? Und wie liebevoll und freundlich erbittet unser lieber Heiland Eintritt in das Herz des Menschen? Jer. 31, 3; Jes. 49, 15.16; Offb. 3, 20

“Er lässt sich weder durch Hohn noch durch Drohungen abweisen, sondern sucht unerschütterliich nach den Verloren. ‘Wie sollte ich dich hingeben?’ (Hosea 11, 8, Elberfelder). Selbst wenn ein hartes Herz seine Liebe zurückweist, kommt er dennoch wieder zu ihm und bittet umso eindringlicher: ‘Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.’ Die gewinnende Macht dieser Liebe nötigt die Seele, ‘hereinzukommen’…” (Christi Gleichnisse, S. 178)

“So elend der verlorene Sohn auch ist: die Überzeugung, dass der Vater ihn liebt, gibt ihm Hoffnung. Die Vaterliebe zieht ihn heim. Ebenso ist es mit Gott: die Versicherung, dass er liebt, bewegt den Sünder zur Umkehr. ‘Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?’ (Röm. 2, 4)” (Christi Gleichnisse, S. 153)

    7. Wie völlig muss in einer wahren Buße und Umkehr das Herz dem Gott der Liebe geweiht werden? Luk. 16, 12; Mark. 12, 29.30; 2. Chron. 16, 9 (erster Satz)

“Christus fordert die rückhaltlose Hingabe und den uneingeschränkten Dienst des Herzens, des Gemütes, der Seele und aller Kräfte. Das Ich soll nicht gehegt und gepflegt werden; denn wer sich selbst lebt, ist kein Christ … Wir gehören Christus entweder ganz oder garnicht. Jede Halbherzigkeit im christlichen Leben macht Menschen willensschwach und wankelmütig.” (Christi Gleichnisse, S. 32.33)

“Gott nimmt keinen halbherzigen Dienst an. Wenn wir ihm nicht unser ganzes Herz ungeteilt geben wollen, wünscht er überhaupt nichts.” (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, Bd. I, S. 34)

“Heute spricht der Heilige Geist zu dir und ladet dich ein. Bringe Jesus dein ganzes Herz, dann wirst du auch seine Segnungen erfahren.” (Der Weg zu Christo, S. 53)

    8. Wer allein ist durch sein innewohnen in unseren Herzen imstande, unseren Willen der Sünde zu entfremden und ihn wieder mit dem Willen Gottes zu verbinden? Röm. 7, 24.25; 2. Kor. 12, 9

“Es muss zuerst eine Macht im Innern wirken, ein neues Leben von oben kommen, ehe der Mensch von der Sünde zur Heiligkeit bekehrt wird. Diese Macht ist Christus. Seine Gnade allein ist fähig, die toten Seelenkräfte wieder zu beleben und sie zu Gott, zur vollkommenen Heiligkeit hinzuleiten. Der Heiland selbst sagt: ‘Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.’ (Joh. 3, 3)” (Der Weg zu Christo, S. 17)

    9. Was müssen wir in dem Streben nach Herzensreinheit und Vollkommenheit tun, damit wir nicht dem Selbstbetrug und Schein eines gottseligen Wesens anheim fallen? 1. Joh. 1, 7-9; Offb. 7, 14
    a) Was muss unsere Bitte und Verlangen sein? Ps. 139, 23; 62, 1
    b) Mit welchem Vergleich zeigt das Wort den Läuterungsprozess des Herzens? Spr. 17, 3
    c) Wodurch werden unsere Herzen eine für Satan uneinnehmbare Festung? Offb. 12, 11; 1. Joh. 2, 14

“Es ist jetzt keine Zeit, unter Entmutigung und Prüfung niederzusinken, sondern wir müssen in all unseren Trübsalen aushalten und dem mächtigen Gott Jakobs vertrauen. Der HERR hat mir gezeigt, dass seine Gnade in all unseren Prüfungen mit uns ist, und obgleich sie größer sein werden als je, so werden wir doch, wenn wir unser Vertrauen in Gott setzen, jede Versuchung überwinden und durch seine Gnade den Sieg erlangen können.” (Erfahrungen und Gesichte, S. 36)

    10. Von welch schädlichen Unreinigkeiten müssen unsere Herzen, die wir aus der Welt und abgefallenen Gemeinden herausgerufen wurden, nunmehr gereinigt und geläutert werden? Jak. 3, 14-16; 4, 11; Offb. 3, 15; Sach. 7, 10; 8, 16.17

“In die Stadt Gottes wird nichts unreines hineinkommen; alle ihre Einwohner müssen reines Herzens sein. Wer von Christus lernt, bekundet wachsende Abneigung gegen liederliche Gewohnheiten, unangebrachte Redensarten und unreine Gedanken. Wenn Christus im Herzen wohnt, werden Denken und Lebensführung geläutert und verfeinert.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 152.153)

    11. Zu welcher Liebes- und Glaubenseinheit müssen die Übrigen durch Herzensreinigung und wahrer Buße verbunden werden, damit sie die Erquickung des Spätregens empfangen können? Psalm 133, 1-3; Apg. 4, 32

    12. Was soll aus dem reinen Herzen heraus leuchten und die Welt mit der Herrlichkeit Gottes erfüllen? Hes. 36, 25-27; Hebr. 8, 10.11; 2. Kor. 3, 3; Offb. 18, 1

    13. Mit welcher herrlichen Verheißung preist der HERR jetzt schon selig, die reines Herzens sind? Matth. 5, 8

    14. Wodurch können wir Gott schon in diesem Leben erkennen und schauen?
    a) in der Natur: Röm. 1, 19-20

“Die reines Herzens sind, erkennen den Schöpfer in den Werken seiner mächtigen Hand, in den Schönheiten der Natur, die das Weltall erfüllen. Noch deutlicher lesen sie die Offenbarungen seiner Barmherzigkeit, seiner Güte und Gnade in seinem geschriebenen Wort.
Die Wahrheiten, die den Weisen und Klugen verborgen bleiben, sind den Unmündigen offenbart. Die Schönheiten und Kostbarkeiten in diesem Worte, die von Weltweisen nicht erkannt werden, entfalten sich denen, immer mehr, die gläubig und kindlich den Willen Gottes zu erkennen und zu tun wünschen. Wir erkennen die Wahrheit, je mehr wir persönlich der göttlichen Natur teilhaftig werden.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 155)

    b) in seinem Verhalten zu uns: 2. Mose 34, 5.6

Mose war einst in der Felsenhöhle verborgen, als der HERR ihm seine Herrlichkeit offenbarte. Sind wir in Christus geborgen, so schauen wir Gott, die Liebe … Durch den Glauben schauen wir IHN schon jetzt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 154)

    15. Was werden die Heiligen und Geliebten mit ihren reinen Herzen im Reiche Gottes an wahrer Glückseligkeit wahrhaftig erleben? Offb. 22, 1-5

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 5: Selig sind die Barmherzigen

Merkvers: “Es wird aber ein unbarmherzig Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat.” (Jak. 2, 13)

    1. Wie verhält sich das nicht wiedergeborene, durch den sündhaften Einfluß der Selbstsucht verdorbene Herz zu seiner Umwelt? Sprüche 12, 10 (2. Satz); 1. Mose 42, 21

“Das menschliche Herz ist von Natur aus kalt, finster und lieblos. Wenn jemand den Geist der Barmherzigkeit und Vergebung offenbart, so tut er dies nicht von sich selbst, sondern unter dem Einfluß des Heiligen Geistes, der an seinem Herzen wirkt.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

    2. Wo finden wir die wunderbare Quelle aller Barmherzigkeit? 2. Mose 34, 6; Psalm 103, 8; 5. Mose 4, 31

“Gott ist die Quelle aller Barmherzigkeit; sein Name ist: ‘Barmherzig und gnädig’. Er behandelt uns nicht wie wir es verdient haben, und fragt nicht danach, ob wir seiner Liebe wert sind, sondern gießt den Reichtum seiner Liebe über uns aus und macht uns ihrer würdig. Er ist nicht rachsüchtig und möchte nicht strafen, sondern erlösen. Selbst die Strenge, die er bisweilen in seinen Schickungen bekundet, dient zum Heile der Gefallenen. Er sehnt sich mit starkem Verlangen danach, die Leiden der Menschheit zu lindern und Balsam auf ihre Wunden zu legen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

    3. Wie hat der heilige Gott seine große Barmherzigkeit gegenüber dem gefallenen Menschen bekundet, und zwar
    a) schon bei unseren verzagten Stammeltern nach dem Sündenfall? 1. Mose 3, 15.21
    b) in seiner väterlichen Fürsorge für alle Menschen? Matth. 5, 45; Psalm 104, 14.27.28
    c) zur Behebung unserer geistlichen Not und Verlorenheit? Joh. 6, 38-40; Offb. 22, 17

    4. Was hatte Jesus als der barmherzige Sohn Gottes beim Leid der Menschen empfunden? Mark. 6, 34; Luk. 15, 20

“Wo er sich auch hinwandte, ging ihm die Kunde von seiner Barmherzigkeit voraus. Wo er vorübergegangen war, erfreuten sich alle, die seines Mitleids teilhaftig geworden waren, der Gesundheit und erprobten ihre neugewonnenen Kräfte. Es versammelten sich große Mengen um sie, um von ihren Lippen die Werke zu vernehmen, welche der HERR vollbracht hatte. Seine Stimme war der erste Klang, den viele jemals vernommen, sein Name das erste Wort, welches sie gesprochen, sein Angesicht das erste, auf welches sie je geblickt hatten. Warum sollten sie Jesum nicht lieben und seinen Ruhm verkündigen? Wenn er durch die Städte und Flecken ging, so war er wie ein lebendiger Strom, der Leben und Freude verbreitete.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 21.22)

    5. Wie vielen Menschen steht die Türe des göttlichen Erbarmens in Christo Jesu offen? Röm. 11, 32; Matth. 11, 28

    6. Wann und wo hat die göttliche Barmherzigkeit am Sünder ein Ende? Matth. 18, 23-25; Matth. 25, 41.45.46

    7. Auf welchem Weg erlangt unser Herz die Tugend der Barmherzigkeit? Hess. 11, 19; 2. Petr. 1, 4

“Die Barmherzigen sind ‘teilhaftig der göttlichen Natur’, und die mitleidige Liebe Gottes wirkt sich in ihnen aus. Ihre Herzenssaiten schwingen mit dem Klang der ewigen Liebe; daher werden sie zu erretten und nicht zu verdammen suchen. Der im Herzen wohnende Christus ist die Quelle, die nie versiegt. Wo er wohnen bleibt, wird Wohltat die Fülle sein.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 150)

“Der rechten Barmherzigkeit fähig ist nur der, der an sich selbst das menschliche Elend und besonders die Größe des Sündenverderbens erfahren, und eine Ader des mitleidigen Herzens des himmlischen Hohepriesters in sich hat; und der dabei selbst an sich den Reichtum der göttlichen Erbarmung geschmeckt hat.” (Büchner: Realkonkordanz, Abs. Barmherzigkeit)

    8. Durch welche Gesichtspunkte wird der Christ zur Barmherzigkeit angehalten? Sie entspricht
    a) der göttlichen Forderung: Hos. 12, 6-7; Sach. 7, 9; Kol. 3, 12; 1. Petr. 3, 8
    b) dem göttlichen Wohlgefallen: Hos. 6, 6; Matth. 9, 13
    c) dem göttlichen Vorbild Jesu: Ps. 103, 4; Hos. 11, 8; Jak. 5, 11

“So musste auch der Heiland selbst sein Werk verrichten, nicht, indem er Throne und Reiche umstürzte, nicht mit Prunk und äußerer Schaustellung, sondern indem er zu den Herzen der Menschen durch ein Leben der Barmherzigkeit und Selbstaufopferung redete…
Unser himmlischer Vater kann jede Seele nur in dem Maße gebrauchen, in welchem er seinen Geist in ihr Herz ausgießen kann. Er will nur das Werk aufnehmen, welches sein Bildnis wiederstrahlt. Seine Nachfolger sollen als ihr Beglaubigungsschreiben für die Welt die unauslöschlichen Charakterzüge seiner unsterblichen Grundsätze tragen.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 38.39)

    9. Mit welcher lehrreichen Erfahrung suchte Gott in Jona die Barmherzigkeit zu den Menschen zu erwecken? Jona 3, 10; 4, 1-3.8-11

“Selbstgerechtigkeit verführt nicht nur dazu, falsche Gottesvorstellungen zu verbreiten, sondern macht auch hartherzig und überkritisch im Umgang mit dem Bruder… Sobald du erkennst, dass du ein Sünder bist und dass nur die Liebe deines himmlischen Vaters dich rettet, dann fühlst du auch Liebe und Mitleid gegenüber anderen, die noch in Sünde schmachten; dann trittst du dem Elend und der Buße nicht mehr mit Eifersucht und Tadel entgegen. Ist erst das Eis der Selbstsucht in deinem Herzen aufgetaut, dann kommst du in Harmonie mit Gott und teilst schließlich seine Freude über die Rettung Verlorener.” (Christi Gleichnisse, S. 158.159)

    10. Welche Gottesmenschen haben in ihrem Leben leuchtende Beispiele der Barmherzigkeit gegeben? 2. Sam. 9, 6-8.13; Hiob 29, 12-17; Apg. 9, 36

    11. Mit welch scharfen Worten strafte der HERR die Pharisäer aller Zeiten in ihrem falschen Buchstabeneifer? Matth. 23, 23; 12, 1.2.7; Jes. 58, 4

“Sie bewiesen ihren Eifer für die Religion, indem sie sich beständig darum stritten. Zwischen den gegnerischen Sekten fanden lärmende, lange Debatten statt und es war nichts Ungewöhnliches, auf den Straßen die Stimmen der Schriftgelehrten im zornigen Streit miteinander zu vernehmen. Das Leben Jesu stand in leuchtendem Gegensatz zu diesen Dingen.” (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 34)

“Christus anerkennt die Entrichtung des Zehnten als eine Pflicht, welche sie nicht unerfüllt lassen sollen, aber er tadelt sie, weil sie die in kleinlichen Dingen so genau, jedoch in Pflichten von weit größerer Tragweite, mit Rücksicht auf das Schwerste im Gesetz, das Gericht (die Gerechtigkeit), die Barmherzigkeit und den Glauben, nachlässig waren.
Und ihre Genauigkeit in der Bezahlung des Zehnten von einigen wenigen Kräutern von geringem Werte war darauf berechnet, ihre Vernachlässigung dieser wichtigeren Sachen zu verbergen oder zu entschuldigen.
Alles, was Gott von uns verlangt, ist von Bedeutung. Von der größten Bedeutung ist aber das, was besonders auf innere Reinheit und Treue Bezug hat und in unparteiischem Urteil und zartem Mitgefühl gegen unsere Nebenmenschen und Glauben an Gott zu Tage tritt.” (Leben Jesu, alte Ausgabe, S. 410.411)

    12. In welchem Gleichnis veranschaulichte Jesus den Unterschied zwischen der leeren Buchstabenreligion und der tätigen Liebe einer Gott wohlgefälligen Herzensreligion? Luk. 10, 25-35

“Beide, der Priester wie auch der Levit, nannten sich fromm. Doch der Samariter zeigte, dass er wahrhaftig bekehrt war. Ihm fiel es durchaus nicht leichter als dem Priester und dem Leviten, den Dienst zu verrichten. Aber er bewies eben in Sinn und Tat, dass er im Einklang mit Gott lebte.
Die christliche Charaktervollkommenheit ist erreicht, wenn der Drang, andern zu helfen und zum Segen zu sein ständig in uns wach ist, wenn der Sonnenschein des Himmels unser Herz erfüllt und auch aus unserem Antlitz strahlt…
Bei dieser Tätigkeit hast du unsichtbare Helfer. Engel vom Himmel begleiten den Samariter, der für den verwundeten Fremden sorgte, und Engel vom Himmel stehen auch allen anderen bei, die Gott an ihrem Nächsten dienen. Christus selbst ist dein Mitarbeiter.” (Christi Gleichnisse, S. 292.295.298)

    13. Welche Verheißung gilt denen, die am Liebesdienst der Barmherzigkeit, an der Not des anderen nicht vorübergehen? Luk. 10, 35 (letzter Satz); 14, 13.14; Jes. 58, 8

    14. Wie sehr hasst Gott die Unbarmherzigkeit und wie wird er einst den Unbarmherzigen im Gericht begegnen? Psalm 109, 15.16; Röm. 1, 31.32; Jak. 2, 13

    15. Mit welcher Belohnung aber werden die Barmherzigen selig gepriesen? Matth. 5, 7; Spr. 21, 21; 14, 21; Psalm 41, 2-4

“Wer sein Leben in den Dienst Gottes an seinen Erdenkindern gestellt hat, ist mit dem verbunden, dem alle Mittel der Welt zu Gebote stehen. Sein Leben ist durch die goldene Kette der unwandelbaren Verheißung an das Leben aus Gott geschmiedet. Der HERR wird ihn in der Stunde der Trübsal und Not nicht vergessen.
‘Mein Gott aber fülle aus alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu.’ (Phil. 4, 19)
In höchster Not zur Endzeit wird der Barmherzige sich unter dem Mantel der Barmherzigkeit Jesu bergen und in Barmherzigkeit aufgenommen werden in die ewigen Wohnungen.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 152)

“Hast Du’s gelernt, lieber Bruder, liebe Schwester? Blicke doch auf den HERRN, der dir täglich gibt und von dem du alles hast, was du hast; willst du von IHM nicht lernen, Liebe und Barmherzigkeit zu üben?…
Sag an: Was hast du bis heute fürs Reich Gottes getan?
Wieviel gebrauchst du doch für Tand und Flitter, Spielereien und Genüsse und wie wenig für den HERRN und die Werke der Barmherzigkeit!
Soll das nicht anders werden? Willst du’s nicht auch erfahren lernen, was es heißt: ‘Selig sind die Barmherzigen!’ Denn im Glücklichmachen liegt das Glücklichsein! Wer nicht andern zum Segen wird, der wird sich selbst zur Last!” (Robert Lieschke, Seligpreisungen)

Kategorie: ALLE TIPPS, Bergpredigt

Bergpredigt Nr. 4: Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden

Merkvers: “Zur selben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen, und man wird sie nennen, ‘Der HERR, unsere Gerechtigkeit’.” (Jer. 33, 16)

    1. Wie ist es bestellt um die Gerechtigkeit des natürlichen Menschen, auch wenn er sich noch so sehr anstrengt, unbescholten zu leben? Röm. 10, 3; Jes. 64, 5

“Erziehung und Bildung, Willensübung und menschliche Anstrengung haben ihren eigenen Wirkungskreis, sind aber in diesem Falle machtlos. Sie mögen eine äußere Verbesserung der Sitten herbeiführen, können aber das Herz nicht verändern. Sie sind nicht imstande, die geheimen Triebfedern des Lebens zu reinigen.” (Der Weg zu Christo, S. 16)

    2. In welcher Gerechtigkeit allein kann ein Mensch von Gott gerechtfertigt und versöhnt werden? Röm. 3, 21.22.28; 4, 2-5.13

“Glaube ist die Bedingung, unter welcher es Gott gefallen hat, dem Sünder Vergebung zu verheißen. Nicht als ob im Glauben irgendwelche Tugend wäre, wodurch Erlösung verdient würde, sondern weil der Glaube die Verdienste Christi, das für die Sünde vorgesehene Heilmittel, erfassen kann.
Glaube kann Christi vollkommenen Gehorsam für des Sünders Übertretung und Abfall darreichen. Wenn der Sünder glaubt, dass Christus sein persönlicher Heiland ist, dann verzeiht ihm Gott seine Sünden und rechtfertigt ihn unbeschränkt nach seiner unfehlbaren Verheißung.
Die reuige Seele erkennt die Tatsache, dass ihre Rechtfertigung erfolgt, weil Christo ihr Stellvertreter und Bürge ist, der für sie gestorben und ihre Versöhnung und Gerechtigkeit ist.” (Review and Herald, 4. Nov. 1890)

“Was ist Rechtfertigung durch den Glauben? Es ist das Werk Gottes, die Herrlichkeit des Menschen in den Staub zu legen und für den Menschen das zu tun, was nicht in seiner Macht liegt, für sich selbst zu machen. Wenn die Menschen dann ihre eigene Nichtigkeit erkennen, sind sie zubereitet, mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet zu werden.” (Review and Herald, 16. Sept. 1902)

    3. Auf welchem Wege wird der im Blut und Verdienst Jesu gerechtfertigte Sünder in der Wiedergeburt aus Wasser und Geist weitergeführt und zwar
    a) in seinem Verhältnis zur Sünde und Gerechtigkeit? Römer 6, 11-13
    b) in Bezug auf sein inneres Glaubensleben? Hebr. 12, 14
    c) im Hinblick auf sein äußeres Verhalten? Eph. 2, 4.5.8-10
    d) in seiner Erfahrung mit Christus und seiner Liebe? Eph. 3, 17

“Die Gerechtigkeit, durch welche wir gerechtfertigt werden, wird zugerechnet. Die Gerechtigkeit, durch welche wir geheiligt werden, wird verliehen. Die erstere schafft uns den Anspruch für den Himmel, die zweite macht uns geeignet für den Himmel.” (Review and Herald, 4.6.1895)

“In der Religion Christi ist ein erneuernder Einfluß, der das ganze Wesen verwandelt und den Menschen über jedes niedrige, verkommene Laster erhebt und die Gedanken und Wünsche auf Gott und nach dem Himmel empor richtet. Mit dem Unendlichen verbunden, wird der Mensch Teilhaber der göttlichen Natur. Die Pfeile des Bösen haben keine Wirkung auf ihn, denn er ist mit der vollen Waffenrüstung der Gerechtigkeit Christi bekleidet.” (Counsels to Teachers, S. 51.52)

    4. Wie zeigt sich die innewohnende Gerechtigkeit Jesu Christi im Leben seines Jüngers?
    a) im Hinblick auf die heiligen 10 Gebote Gottes? Römer 8, 2-4; 13, 10; 1. Joh. 5, 3
    b) im Hinblick auf sein Leben in der Familie, der Gemeinde und unter Freunden und Feinden? Gal. 5, 22; Kol. 3, 12-15; Matth. 7, 12

“Wenn wir mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind, werden wir kein Wohlgefallen an der Sünde finden, denn Christus wird durch uns wirken. Wir können Fehler machen, aber wir werden die Sünde hassen, die dem Sohne Gottes die Leiden verursachte.” (Test. IV., S. 610)

“Wenn wir Christus annehmen, werden freundliche Worte beweisen und als sichtbare Tatsache bezeugen,

  • dass wir auf dem Weg des Lebens sind.
  • dass Christus unser Weg ist,
  • dass wir auf dem Pfad schreiten, der zum Himmel führt.”
  • Review and Herald, 4. Nov. 1890)

“Wenn Christus im Herzen ist, wird es durch die Liebe zu Gott und den Menschen so zärtlich und milde sein, dass Aufregung, Fehlerfinden und Streit darin nicht zu finden sein werden. Die Religion Christi wird im Herzen ihrer Besitzer einen vollständigen Sieg über die Leidenschaften erringen, welche nach der Herrschaft streben.” (Test. IV., S. 610)

    5. Genügt die äußerliche, pharisäische Buchstabengerechtigkeit so genannter Reformbewegungen in alter und neuer Zeit, um selig zu werden? Matth. 23, 23-28; 5, 20

“Selten fühlen oder sehen sie ihre eigenen Fehler, denn sie haben genug zu tun gehabt, die Fehler anderer zu beobachten, ohne auch nur in ihre eigenen Seelen zu schauen oder ihre eigenen Herzen zu erforschen. Die Kleidung, der Hut, die Schürze einer Person fesselt ihre Aufmerksamkeit. Sie müssen zu diesem oder jenem reden und es reicht, während Wochen dabei zu verweilen. Ich sah, dass die ganze Religion, welche einige arme Seelen haben, darin besteht, die Kleider und Taten anderer zu überwachen und an ihnen Fehler zu finden. Wenn sie sich nicht reformieren, wird für sie kein Platz im Himmel sein, denn sie würden am HERRN selbst Fehler finden.” (Test. I., S. 145)

“Die Reformation wird keine gute Frucht der Gerechtigkeit hervorbringen, wenn sie nicht mit der Erweckung des Geistes verbunden ist.” (Review and Herald, 25. Febr. 1902)

    6. Wie nur ist das reine Gerechtigkeitskleid zu erlangen? Matth. 5, 6 (erster Satz); Psalm 42, 2-3; Joh. 7, 37

“Gerechtigkeit ist Heiligkeit, Gottähnlichkeit, und ‘Gott ist Liebe” (1. Joh. 4, 16).
Der Zustand der Gerechtigkeit entspricht dem Maßstab des Gesetzes Gottes, ‘denn alle deine Gebote sind Recht’ (Ps. 119, 172), und die Liebe ist ‘des Gesetzes Erfüllung’ (Röm. 13, 10). Gerechtigkeit ist Liebe. Und Liebe ist Licht und Leben aus Gott. Solche Gerechtigkeit ist in Christus verkörpert. Wir empfangen sie dadurch, dass wir ihn annehmen. Gerechtigkeit wird nicht durch besondere Anstrengungen oder mühevolle Arbeit, auch nicht durch Gaben oder Opfer erworben, sondern sie ist eine freie Gabe, die jeder hungernden und dürstenden Seele geschenkt wird. ‘Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!’ (Jes. 55, 1)” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 146.147)

    7. Mit welcher Verheißung preist der Herr Jesu die nach seiner Gerechtigkeit hungernden und dürstenden Seelen selig? Matth. 5, 6 (2. Satz); Jes. 55, 1-2; Luk. 1, 53

“Wir brauchen unsern Durst nicht an jedem beliebigen Gewässer stillen, denn die herrliche Quelle, von deren Fülle wir reichlich trinken können, um auf dem Wege des Glaubens vorwärts zu kommen, ist dicht bei uns… Jesus sagt: ‘Das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.’ (Joh. 4, 14).
Wem der Heilige Geist die Wahrheit erschließt, der wird die köstlichsten Erfahrungen machen. Er wird sich danach sehnen, anderen den Trost zu bringen, mit dem er getröstet worden ist. Wer mit ihm in Verbindung kommt, dem teilt er manchen neuen Gedanken über das Wesen oder das Werk Christi mit. Er wird denen, die dem Heiland anhangen, und auch solchen, die ihm noch nicht folgen, manche neue Offenbarung seiner erbarmenden Liebe vermitteln können.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 148.149)

    8. Nur an welcher Quelle kann der Mensch zu seinem ewigen, inneren Frieden kommen und den Hunger und Durst seiner Seele in alle Ewigkeit stillen? Joh. 4, 6-15.28-30; 6, 35

“Wer einmal die Liebe Christi geschmeckt hat, sehnt sich nach immer größerem Genuß, und je mehr er mitteilt, desto mehr wird er empfangen. Jede Offenbarung Gottes vermehrt die Fähigkeit der Seele, zu erkennen und zu lieben.” (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 149)

    9. Wie trefflich ist das Heil in Christo in der Erfahrung Israels während der Wüstenwanderung vorausgeschattet? 2. Mose 17, 5.6; Psalm 78, 15.16.24.25; 1. Kor. 10, 3.4

    10. Woraus trinken die heutigen vorgeblichen Christen, die sich nicht durch die Botschaft Jesu Christi von Babylon lösen wollen? Offenbarung 14, 8; 17, 4; 18, 3

    11. Was werden diejenigen, die nach der Gerechtigkeit Christi gedürstet und gehungert haben, am Hochzeitsmahl des Lammes tragen? Offenbarung 19, 7-9; 6, 11; 16, 15

    a) Wie schrecklich wird die satte, gottlose Welt in der Plagenzeit nach dem Lebensbrot hungern und es doch nicht mehr finden? Amos 8, 10-14
    b) Welche schreckliche Erfahrung werden auch die lauen Namens-Adventisten machen, welche versäumten, ihre Charakterkleider im Blute des Lammes zu waschen und helle zu machen? Matth. 22, 11-13; 25, 6-12

“O, wie viele sah ich in der Zeit der Trübsal ohne irgend einen Schutz! Sie hatten die nötige Vorbereitung vernachlässigt. Deshalb konnten sie nicht die Erquickung empfangen, die alle haben müssen, um vor dem Angesicht eines heiligen Gottes zu leben.
Diejenigen, die sich nicht durch die Propheten wollen zurichten lassen, die es versäumen, ihre Seelen zu reinigen, in dem sie der ganzen Wahrheit gehorchen, und die ihren Zustand für besser halten als er wirklich ist, werden zur Zeit, wenn die Plagen kommen, aufwachen und erkennen, dass es nötig war, für den Bau behauen und zugerichtet zu werden. Aber dann wird keine Zeit mehr sein, dies zu tun, und kein Mittler mehr, der ihre Sache vor dem Vater vertritt.” (Erfahrungen & Gesichte, S. 62)


“Die törichten Jungfrauen sind nicht Symbol für die Heuchler, sondern für Menschen, die die Wahrheit durchaus schätzen, die sich sogar für sie einsetzen und sich zu denen hingezogen fühlen, die ihr glauben. Sie lassen nur den Heiligen Geist nicht an sich wirken. Sie sind nicht auf den Felsen Jesus Christus gefallen, und haben ihr altes Wesen nicht an ihm zerbrechen lassen.” (Christi Gleichnisse, S. 314)

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Bibelstudium am Sabbat (=Samstag), dem siebenten Tag der Woche (2. Mose 20, 8-11; Jes. 66, 22-23; Markus 2, 27-28). Sabbatbeginn: Freitag bei Sonnenuntergang. Sabbatende: Samstag bei Sonnenuntergang.

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